Geht´s noch?!

Sie lesen gerade diesen BLOG, während Ihre To-Do-Liste schon am Montagmorgen so lang ist, dass sie unmöglich vor Mittwoch abgearbeitet werden kann. Wie immer haben Sie keine Zeit für gar nichts. Doch Ihr e-Mail Postfach wird von Ihnen fast stündlich gecheckt. Dabei erwarten Sie nicht eine bestimmte Mail. Nein, Sie erwarten nur die übliche Flut an Mails, die Sie über den Tag erreicht und die kleine Zahl in Ihrem  Postfach in den zwei- vielleicht sogar dreistelligen Bereich anwachsen lässt. Desto höher, desto besser.

Dabei wollte Sie doch schon längst mal wieder ihre Laufschuhe herausholen, mit einem Freund ins Kino gehen oder diesen Stapel Unterlagen sortieren. Doch das muss warten, dafür ist keine Zeit. Auf der To-Do-Liste warten die wirklich wichtigen Sachen, die Sie in Angriff nehmen werden, gleich nachdem Sie nochmal Ihr Postfach  gecheckt haben.

Mal ehrlich: Wieviel Zeit verbringen Sie täglich damit, Ihr e-mail – Postfach zu checken und zu „reinigen“? Die wichtigen aus den unwichtigen Nachrichten herauszufiltern und unwichtige Nachrichten ungelesen zu löschen? Oder löschen Sie schon gar nicht mehr, sondern schauen Sie zu, wie sich diese ungelesenen Mails tagtäglich zu dreistelligen Ziffernbergen auftürmen?

Haben Sie mal die Nachrichten gezählt, die täglich allein von Social Media und Networks in Ihr Postfach flattern? Im Durchschnitt machen diese 20 % aller eingehenden Mails aus! Hinzu kommen noch abonnierte BLOGS, Newsletter und Tweets. Alles in allem erreichen all diese Mails nicht selten einen Anteil von 80 % an allen Eingangsmails.

Social Media ist in aller Munde: egal, ob es um  Netzwerken geht, Karriere oder Kommunikation. Für den privaten Bereich wird Facebook längst von Twitter, Instagram, Whatsapp und Co bedrängt. Und die sogenannten professionellen Netzwerke LinkedIn und Xing bauen ihre Reichweite fleißig zu Nachrichtentickern und Eventmanagern aus und bombardieren Ihre Nutzer mehrmals täglich gewollt und ungewollt mit Mails bis hin zu Geburtstagserinnerungen. Geht´s noch?!

Tun Sie sich einen Gefallen und machen Sie Ihren persönlichen Test: Bestimmen Sie den Anteil dieser Nachrichten oder zumindest die Zeit, die Sie täglich damit verbringen! Und fragen Sie sich, ob Sie diese dafür jeden Tag einsetzen möchten.

Ich habe gerade sechs Wochen Social Media und Networks – Abstinenz hinter mir, meine persönliche Fastenzeit. Nach anfänglichen Entzugserscheinungen hat sich ein befreiendes Gefühl eingestellt. Nicht mehr „dran bleiben zu müssen“ und sich stattdessen auf sein eigenes „Tagesgeschäft“ konzentrieren zu können, erleichtert das Fokussieren ungemein. Und es ermöglicht, wieder das eigene Tempo zu finden.

Sie müssen nicht den radikalen Weg gehen und sich aus allen Netzwerken ausklinken.

Wichtig ist, Gewohnheiten von Zeit zu Zeit zu hinterfragen und sich bewußt dafür oder dagegen zu entscheiden. Um sich bewußt zu werden, womit Sie Ihre Lebenszeit verbringen.

In diesem Sinne: Schön, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Beitrag bis zu Ende zu lesen.

Herzlichst,

Ihre Dr. Geertje Tutschka

PS: Alle meine Profile auf den verschiedenen Netzwerken finden Sie unter www.coachingforlegals.com.

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