Vergleichen? Ja Bitte!

Gerade komme ich vom Coachingtag in Berlin. Intensive und inspirierende Tage mit den besten Coaches Deutschlands – Coaches, die seit 10 oder 20 Jahren mit aller Leidenschaft und erfolgreich mit Executives und Managern der deutschen Wirtschaft arbeiten. Ich bin Anwaltscoach und verglichen mit ihnen Anfänger: arbeite ich doch erst seit knapp vier Jahren als professioneller Coach mit meinen Kollegen.

Da kam mir der Artikel von Sonja Kreye im online Magazin EditionF gerade recht, deren Veröffentlichung sie hier an dieser Stelle freundlicherweise zustimmte:

„Zugegeben: Auch mich ziehen Vergleiche mit anderen – erfolgreichen – Menschen an manchen Tagen runter. Was auch immer „erfolgreich“ dabei heißt. Genauso oft ist der Vergleich für mich aber auch Ansporn. Dieser Text ist ein Plädoyer dafür, Wettbewerb nicht immer so negativ zu sehen.

Was machen Vergleiche mit uns?

Was auch immer „Erfolg“ für jeden selbst bedeutet: Wir sind alle nur Menschen. In guten Zeiten und wenn wir uns selbst erfolgreich fühlen, macht uns der Vergleich mit anderen erfolgreichen Menschen überhaupt nichts aus. An schlechten Tagen ziehen uns Vergleiche runter.

Nicht selten fragen wir uns beim Vergleichen jedoch auch, warum wir selbst noch nicht so weit sind, warum der oder die andere hat, was wir nicht haben und wie wir selbst eben auch unsere Ziele erreichen. Und genau das ist für mich ein großer Ansporn, weiter zu machen, neue Wege auszuprobieren, sich noch nicht mit dem Erreichten zufrieden zu geben und eben genauso erfolgreich zu werden (wie wir zwar nicht genau wissen, aber meinen, dass die andere Person es ist).

Ich plädiere dafür, den Vergleich und den Wettbewerb durchaus mal sportlich zu sehen. Aus meiner aktiven (aber längst abgeschlossenen) Sportlerkarriere nehme ich für mich mit, dass Wettbewerb sehr spannend sein kann. Und ich gebe zu: Ich liebe das Gewinnen.

Wer nicht gewinnt, verliert nicht gleich. Vergleichen kann auch anspornen!

Gewinnen heißt außerhalb des Spielfeldes ja nicht, dass unbedingt ein anderer verloren hat oder geschlagen wurde. Gewinnen heißt, das zu erreichen, was man sich selbst vorgenommen hat.

Ich würde mich freuen, wenn viele weitere Kollegen Vergleich und Wettbewerb als Ansporn nutzen. Und den Wettbewerb eben sportlich sehen. Im Rahmen eines solchen Wettbewerbs lässt es sich nämlich auch hervorragend kooperieren. Wenn denn die eigenen Ängste, die mit dem Vergleichen auch immer einhergehen, erst mal abgelegt werden.

Erfolgreich sein heißt daher für mich auch immer, über sich selbst hinaus zu wachsen, die eigenen menschlichen Ängste zu überwinden und das Leben und das Business einfach mal wieder sportlich zu sehen.“

Sportlich sehen also: Was mich mit meinen Coach-Kollegen verbindet und wo wir uns gleichen, ist unsere Professionalität als ICF-Coach und unsere Verpflichtung zu international festgelegten Qualitätsmerkmalen und Werten. Was mich jedoch unterscheidet ist meine Zielgruppe: meine Anwälte und Juristen, die noch bis vor wenigen Jahren als uncoachbar galten. Eine Fehleinschätzung. Und heute nach fast vier Jahren Anwaltscoach bin ich als Anwalt der einzige zertifizierte ICF-Business-Coach und der einzige, der ausschließlich mit Anwälten und Juristen arbeitet. Und ich liebe es! Verglichen mit meinen Coach-Kollegen bin ich als Anwaltscoach ein „alter Hase“. Auch wegen meiner 15 Jahre eigenen Erfahrung als Anwältin.

Als einer der Senior-Coaches seine Keynote in Berlin mit den Worten eröffnete: „Warum ich so erfolgreich Executive coache? Ich war selber jahrzehntelang Executive und liebe sie einfach!“, dachte ich: „Bingo. Dann habe ich ja alles richtig gemacht!“.

Vergleichen? Aber Ja: denn nur dann sind die feinen Unterschiede zu erkennen, auf die es so oft ankommt. Nicht wahr?!

Und nicht zuletzt: wir Anwälte lieben das Vergleichen ohnehin – nicht nur wegen der dann entstehenden Vergleichsgebühr. Mehr als fünfzehn Jahre als Anwältin hat in mir das Wort „Vergleich“ aber fest als Fachbegriff für eine „Einigung“ auch inhaltlich damit verbunden. Vergleichen muss also nicht immer Konkurrenz bedeuten, sondern kann auch ein „Einig-Sein“, ein „Miteinander-Sein“ sein – um mit Sonja beim Sport zu bleiben: ein Zusammen-in-die-Zielgerade-einbiegen.

In diesem Sinne – Lasst uns vergleichen!

Herzlichst,

Ihre Dr. Geertje Tutschka

PS: Möchten Sie wissen wo Sie stehen? Was Ihr Unterscheidungsmerkmal ist? Dann freu ich mich über Ihre Nachricht unter office@coachingforlegals.com (Infos hier).

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