Spot Awards – der ideale Baustein für die Personalführung von kleineren Unternehmen wie Kanzleien

Ist Ihr Team zu Höchstleistungen motiviert? Wann haben Sie sich das letzte Mal bei Ihren Mitarbeitern für einen Erfolg bedankt?

In großen Kanzleien sind Boni, Sonderzulagen und Gewinnbeteiligungen keine Seltenheit. Sie sollen Mitarbeiter anspornen und einen gewissen Ausgleich für die vielen unbezahlten Überstunden, Nacht- und Wochenenddienste bieten. Auch das Inaussichtstellen einer Partnerschaft kann zu Höchstleistungen motivieren.

Der Nachteil: Sind diese Anreize regelmäßiger Bestandteil des Vergütungssystems, rechnen Mitarbeiter damit und sehen es als Teil Ihres Vergütungsanspruchs an. Die beabsichtigte Zusatzmotivation entfällt. Stattdessen entsteht Verlustangst – was eher demotiviert und frustriert. Die Folge: Dienst nach Vorschrift.

Studien haben gezeigt, dass unregelmäßiges und überraschendes Belohnen den größten Erfolg erzielt:

A. Damit bleibt der Zufalls-Reward die Ausnahme von der Regel und behält seinen „Cherry on top“-Status.

B. Der Reward wirkt zurück: Der Chef/das Unternehmen drückt rückwirkend Dankbarkeit und Wertschätzung für den erzielten Erfolg aus.

C. Der Spot Award wirkt zukünftig als Motivationsbooster.

Klingt einfach.

Wird jedoch in den allermeisten Unternehmen und Kanzleien unterschätzt und nur zurückhaltend eingesetzt. Dabei sind die Investitionen mit ca. 10 Prozent des Jahresgehaltes überschaubar und bestenfalls in das beabsichtigende Ergebnis einkalkulierbar.

Klingt machbar.

Soll nun also schlicht von Zeit zu Zeit nach dem Gießkannenprinzip ein Teil des eingefahrenen Gewinns an den jeweiligen Mitarbeiter spontan überwiesen werden? Nein. Ein so gehandhabter Spot Award würde die Motivation der Mitarbeiter untergraben und Unruhe im Team stiften.

Wichtig ist, sich an folgende drei Grundprinzipien für Spot Awards zu halten:

1. Transparenz

Die Zuteilung des Awards muss immer mit individuellem Feedback einhergehen und einer gewissen Teamgerechtigkeit Rechnung tragen. Mit geschickter Kommunikation sollte die Zuteilung für alle Beteiligten gut nachvollziehbar sein.

2. Verhältnismäßigkeit

Das Budget des Awards sollte im finanziellen Kontext zur Regelvergütung und zum erzielten Gewinn stehen. Experten empfehlen eine Größenordnung von 5-10 Prozent des Jahresbruttoverdienstes.

3. Konnexität

Letztlich sollte der Spot Award in sachlichem und zeitlichem Zusammenhang zum erzielten Ergebnis stehen. Ein Geldbetrag ist nicht empfehlenswert. Um der oben beschriebene Anreiz zu sein, sollte der Award erkennen lassen, dass sich der Chef/das Unternehmen Gedanken und Mühe gemacht hat, seine Wertschätzung auszudrücken und zu motivieren. Dies können personalisierte Sachpreise (gravierte Füllfeder etc.) oder bestimmte Statussymbole innerhalb der Büroorganisation sein (bestimmter Parkplatz/Büro, besondere Einrichtung) sein. Dies können aber auch besondere Retreats, Events und Locations sein, die zusätzlich den Teamgeist stärken oder mit Premiumweiterbildung verbunden werden.

Ein Spot-Reward, der belohnt und motiviert und gleichzeitig das Team stärkt ist damit also der ideale Baustein für kleiner Unternehmen wie Kanzleien – deren größtes Potenzial und größtes Risiko nunmal die Mitarbeiter sind!

Wann haben Sie das letzte Mal in Ihr stärkstes Kapital, Ihre Kanzlei-Mitarbeiter investiert?

In diesem Sinne,

Herzlichst,

Ihre Dr. Geertje Tutschka, ACC

PS: Erfahren Sie im nächsten Beitrag was Sie von unserer Mannschaft in Puncto Teamarbeit lernen können.

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Einen weiteren interessanten Artikel dazu für Personaler kleinerer Unternehmen finden Sie hier:

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