Coaching vs. Beratung – eine Frage der Perspektive

„Und diese Frage stellen sich sicherlich auch Berater jeder Branche: Steuerberater, Unternehmensberater, Lebensberater, Erziehungsberater. Sie „coachen“- und zwar ohne genau zu wissen, WAS und WIE sie das tun was sie tun, sondern quasi aus dem Bauch heraus. Pure Beratung findet also schon lange nicht mehr statt. Berater sollen heute alles sein: Strategen, Manager, Kommunikationsexperten, Superstars, Schauspieler, Leader, Macher, Psychologen und ein guter Freund…

Das Beratungsgeschäft stirbt

Es sieht sich einem Strukturwandel gegenüber, der viele ängstigt. Warum ist das so? Liegt es an den Kunden, die immer anspruchsvoller werden?Ja und nein: Eine der größten Errungenschaften des 20. Jahrhunderts ist, dass Wissen heute jeder jederzeit überall kostenfrei abrufen kann. Wer braucht noch einen Berater, bei dem  erst ein Termin gebucht und der bezahlt werden muss, um hinterher nur einen Ausschnitt der relevanten Informationen zu erhalten – gefiltert durch die individuelle Brille des Beraters? Algorithmen und Software können heute in Sekundenbruchteilen tausende von Informationen abgleichen, um die für mich passende Lösung in kürzester Zeit parat zu haben. Wer heute also noch auf den Verkauf von “Wissen” baut, hängt der Zeit hinterher.

Der “Faktor Mensch” wird stärker in den Vordergrund treten

Universitäten, Verlage und Berater müssen daher umdenken und ihr Businesskonzept neu gestalten. Nicht das Was, die Information,  wird zukünftig wichtig sein, sondern das Wie. Statt Beratung und Lehre werden die Kunden Coaching, Mediation, Betreuung und sogar Management einfordern. Und die persönliche Beziehung, die eben nicht austauschbar ist, wird immer wichtiger werden.“

Wie sich diese Entwicklung zukünftig  fortsetzen wird lesen Sie unreinem Artikel auf Xing Coach Magazin:

https://coaches.xing.com/magazin/coaching-vs-beratung-eine-frage-der-perspektive?successfully_logged_in=true

Für mich jedenfalls gilt: Ich bin serviceorientierter Dienstleister, d.h. Berater oder Coach je nachdem, was der Kunde braucht.

In diesem Sinne

Herzlichst –

Ihre Dr. Geertje Tutschka

PS: Sie möchten dazu Feedback, einen Sparringpartner oder brauchen einfach jemanden zum Reden? Vereinbaren Sie jetzt Ihren telefonischen Probetermin unter office@coachingforlegals.com!

 

Anwalt 4.0: Leben und arbeiten als digitaler Nomade

Es sind Unternehmer oder Arbeitnehmer, die hauptsächlich digitale und telekommunikative Technologien anwenden um ihre Arbeit zu verrichten und damit ihren Lebensunterhalt verdienen:

Digitale Nomaden.

Ihr Leben verbringen sie dabei ortsunabhängig, an den schönsten Orten der Erde, die vorübergehend ihr zu Hause darstellen. Sie arbeiten im Café, in Co-Working Spaces, Büchereien – einfach überall da, wo es gut funktionierendes Wlan gibt.

Digitale Nomaden sind nicht auf eine bestimmte Branche festgelegt. Sind Sie also auch als Zukunftsmodell für die Anwaltschaft denkbar?

Anwalt 4.0 

Den sehr interessanten Beitrag dazu von „Feelgood Management finden Sie hier:

Quelle: Leben und arbeiten als digitaler Nomade

Ich freu mich auf Eure Kommentare!

In diesem Sinne

Herzlichst –

Ihre Dr. Geertje Tutschka

PS: Sie planen gerade Ihre persönliche Auszeit oder wollen Ihrer Karriere ein neues Setting geben? Wir unterstützen Sie gern.

Schreiben Sie uns: office@coachingforlegals.com

ANWALTSKARRIERE: ERFOLG IM ANWALTSBERUF IST KEIN ZUFALL (Interview mit der Volljuristin Christina Wenz, Mediatiorin Kaiserlautern)

Erfolg im Anwaltsberuf ist kein Zufall. 

Ist es immer nur das Ergebnis harter Arbeit? Oder kommt es auch darauf an, das Richtige zur richtigen Zeit zu tun? Was ist das Geheimnis erfolgreicher Juristen? Worauf sollte man von Anfang an achten? Ergreift man wirklich jede Chancen? Und ist die Entscheidung für die Karriere tatsächlich eine Entscheidung gegen ein erfülltes Privatleben?

In unsere Reihe “Erfolg im Anwaltsberuf ist kein Zufall” stellen wir Ihnen Top-Juristen und ihr ganz persönliches Erfolgsrezept vor.

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ist Mediatorin, Konfliktcoach und Juristin. Nach langjähriger Tätigkeit im Notariat und in Führungspositionen an Universitäten ist sie in eigener Mediationskanzlei tätig.

Sie hilft ihren Kunden dabei, sich aus schwierigen Konfliktsituationen zu befreien und damit wieder mehr Wohlbefinden und ein entspannteres Leben zu erlangen. Neben Mediation in der Familie und der Mediation in der Arbeitswelt ist ihr besonderes Steckenpferd die Mediation bei Streitfällen rund ums Tier.

Nach dem Staatsexamen an der Johannes Gutenberg Universität Mainz hat Sie erfolgreich den Magister des deutschen und ausländischen Rechts an der Glasgow University Law School und Johannes Gutenberg Universität Mainz absolviert.
Sie war einige Jahre in einem Notariat beschäftigt, bevor sie Geschäftsführerin für Finanzen des Fachbereichs Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Johannes Gutenberg Universität Mainz sowie Leiterin der Rechtsabteilung und Datenschutzbeauftragte der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer wurde. Seit 2013 betreibt sie ihre auf Mediation spezialisierte Kanzlei in Kaiserslautern.

Frau Wenz, wie kam es, dass Sie als gestandene Juristin schließlich zur Mediation fanden?

Ich bin mit ganzem Herzen Mediatorin, weil ich auf diese Weise meine Kunden dabei zu unterstützen kann, sich aus einer belastenden Lebenssituation aus eigener Kraft zu befreien. Ich unterstütze meine Mandanten dabei, friedliche Lösungen zu finden, bei denen Sie sich anschließend noch bzw. wieder in die Augen schauen können. Mit Hilfe der Mediation kann man sehr gut Lösungen finden, mit denen alle am Konflikt beteiligten Personen gut leben können.

Schon während der Schulzeit habe ich gerne vermittelt, wenn andere sich gestritten haben. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften stellte ich schnell fest, dass die reine Rechtsanwendung nicht immer zu zufriedenstellenden Ergebnissen führt, da sie oft Verlierer schafft. Im Rahmen meiner Arbeit in Teams machte ich häufig die Erfahrung, dass Konfliktsituationen die beteiligten Mitarbeiter oft über Jahre belasten und die Arbeit ganzer Abteilungen beeinträchtigen und lähmen. Auch während meiner langjährigen Tätigkeit im Notariat traf ich auf viele Konflikte: In Besprechungen zu Erbauseinandersetzungen, Testamenten und Scheidungsvereinbarungen sah ich oft, dass Konflikte ganze Familien unglücklich machen und auch zerstören können. Oft erfuhr ich, wie sehr die Kunden durch die schwierige Situation auch körperlich beeinträchtigt waren. Damals frustrierte es mich, dass ich den Streitenden oft nicht wirklich ihrem Konflikt heraus helfen konnte. Ich konnte zwar einen Vertrag entwerfen, der die rechtliche Situation regelt, aber auf der zwischenmenschlichen Ebene bewirkte dies meist wenig. So entstand mein Wunsch, in diesen Situationen Lösungen herbeizuführen, ohne Verlierer zu schaffen und ich begann eine Ausbildung zur Mediatorin. Schnell wurde mir klar, dass ich mein Herzensthema gefunden hatte. So kam es, dass ich 2013 meine eigene Mediationskanzlei in Kaiserslautern eröffnete.

Was fasziniert Sie so an der Mediation?

An der Mediation begeistert mich ganz besonders, dass meinen Kunden die Freiheit eingeräumt wird, die Lösung ihres Konflikts selbst zu entwerfen. Sie bekommen keine Entscheidung „aufgezwungen“ (etwa vom Richter), sondern entwickeln gemeinsam mit mir eine Lösung, die optimal zu ihnen und ihrer individuellen Situation passt. Dies ist eine sehr kreative Arbeit, die viel Spielraum lässt für individuelle Ideen! Die Mediation sieht die Streitenden als Experten ihres eigenen Konflikts – das gefällt mir sehr!

Gestern war der „Tag der Mediation“. Aus diesem Anlass haben Sie die „Mediation“ selbst interviewt – eine tolle Idee. Können Sie uns kurz die drei Highlights des Interviews zusammenfassen?

Mit Mediation sind ganz individuelle Lösungen möglich, die nicht nur juristische Aspekte, sondern auch wirtschaftliche Argumente und die ganz persönlichen Bedürfnisse der Beteiligten berücksichtigen.
Sie kann insbesondere dort helfen, wo man noch lange mit dem Anderen zu tun hat (beispielsweise mit dem Nachbarn oder wenn ehemalige Ehepartner, die Eltern sind), dass die Beziehungen zwischen den Streitenden erhalten bleiben oder sogar verbessert werden.
Mediation schenkt Freiheit: ihr Leben, ihre Lösung so zu gestalten, dass sie optimal zu ihnen und der individuellen Situation passt und damit einen Weg findet, an den vorher vielleicht noch niemand gedacht hat.
Mediation ist aber nicht nur Freiheit. Sondern auch eine Kunst. Eine Kunst, die man beherrschen sollte, um sie anzuwenden?

Ja. Der Begriff „Mediator“ ist leider bisher rechtlich nicht geschützt. Das 2012 in Kraft getretene Mediationsgesetz hat zwar den Begriff „zertifizierter Mediator“ eingeführt, aber ich bin mit der Lösung nicht besonders glücklich. Ich wünsche mir höhere Voraussetzungen an die Ausbildung und die Erfahrung der Mediatoren. Begrüßenswert wäre es auch, wenn ein Gespräch mit einem Mediator vor gewissen Gerichtsverfahren verpflichtend wäre und sich eine Form der Prozesskostenhilfe für Medianten realisieren ließe.

Gibt es ich einen abschließenden Tipp an alle Streitenden?

Mein Tipp ist ganz kurz und lautet: Hört zu! Und zwar hört genau zu und fragt nach, warum dem Anderen seine Forderung denn so wichtig ist. Dann wird vieles oft klar!

Vielen Dank.

Frau Wenz lebt und arbeitet in Kaiserslautern. Sie interessiert sich auch über ihre berufliche Tätigkeit hinaus sehr für alle Themen rund um Konflikte und Kommunikation im Allgemeinen.

Ihr persönliches Lebensmotto lautet:

Ich versuche jeden Tag zu genießen und freue mich daran, einen Beruf ausüben zu können, der mich begeistert und erfreut!

 

In diesem Sinne –

Herzlichst,

Ihre Dr. Geertje Tutschka, ACC

PS: Mediation ist nicht identisch mit Beratung. Auch nicht mit Coaching oder Mentoring. All dies sind jedoch Möglichkeiten und Chancen, eine klassische (Rechts-)Beratung sinnstiftend und für den Mandanten wirkungsvoll zu erweitern. Doch während die Mediation eher die Konfliktbeziehung und deren Lösung im Fokus hat, steht bei Coaching und Mentoring nicht die Beziehung, sondern die Person, der Mandant im Vordergrund – damit kann Coaching sehr gut in ein reguläres Mandat gleich aus welchem Rechtsgebiet ganz oder teilweise integriert werden ohne den Grundsatz der Parteilichkeit zu verletzen. Das Mandat bleibt beim Anwalt und kann regulär (nach anwaltlichem Vergütungsrecht) abgewickelt werden.

Wenn Sie sich für eine Ausbildung zum KonfliktCoach interessieren, dann melden Sie sich jetzt an unter www.CLP-JurCoach.de

Achtung: Die Anmeldung für 2017 ist nur noch wenige Tage möglich!

Den sehr lesenswerten Beitrag „11 Fragen an die Mediation“  von Christina Wenz finden Sie vollständig hier:

http://www.mediation-wenz.de/blog/2017/06/18/11-fragen-an-die-mediation/

Jurastudium? Nein Danke!

Die Diskussion in der Legal Branche über die große Konkurrenz, Dumpingpreise dank einer Überflutung des Arbeitsmarktes und Geschäftsverlust durch Legal Tech reißt nicht ab. Gleichzeitig werden die technischen und finanziellen Anforderungen an den Berufsstart stetig nach oben geschraubt – dank beA, der Digitalisierung und Datenschutzreglementierungen.

Ist das Jurastudium also heute wirklich noch eine ernsthafte Option für Nachwuchstalente? Oder sollte man davon nicht abraten?

Der Beitrag auf Talentrocket.de beleuchtet die Berufschancen junger Juristen realistisch:

„Der Weg zum Volljuristen ist lang und schwer, die Jobaussichten junger Juristen sind deshalb aber dementsprechend gut. Ein erfolgreicher Berufsstart ist nicht nur ohne Prädikatsexamen möglich, sondern auch dann, wenn weder die zweite juristische Prüfung noch der Vorbereitungsdienst (Referendariat) absolviert wurden. Welche beruflichen Perspektiven die jungen Juristen in den einzelnen Ausbildungsabschnitten haben, erfahrt ihr im folgenden Überblick auf Talentrocket.de:“

Quelle: Welche beruflichen Perspektiven für Juristen gibt es?

Achtung: Gleich KarriereCoaching für (zukünftige) Juristen ausprobieren! Einfach per mail Telefontermin vereinbaren. Fertig.

Tipp: Pepp Deine Standardausbildung zum Juristen mit Legal Coaching auf! Der besonderen Coachingausbildung nur für Juristen für mehr Kompetenz bei Kommunikation, Führung und Changemanagement!

Work-Life-Balance in Kanzleien?

Ein weiteres langes Wochenende steht vor der Tür. Für die meisten Arbeitnehmer, Schüler und Studenten heißt das vor allem, entspannt in den Sommer gleiten, Treffen mit Freunden am Ufer  oder auf ein kühles Bier, Yoga im Park oder die Laufschuhe an die Füße und gemütliche Abendstunden auf Balkon oder Terrasse.

Nicht so für Anwälte – egal ob angestellt oder selbständig. 

„Ansätze für flexible Arbeitsmodelle und sogenannte Feelgood Manager sind in der konservativen Arbeitswelt der Juristen noch nicht oder nur sehr wenig angekommen. Doch die Entwicklung zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre hat schon längst auch Einzug in die Büros der Kanzleien genommen.

Der Fortschritt ist also bereits zu beobachten und er wird auch nicht aufzuhalten sein. Doch was sich auch in Zukunft nicht ändern wird, ist dass diese Privilegien ihren Preis haben und die Arbeitsbedingungen nicht dahingehend geändert werden können, dass es keine Arbeitsbelastung mehr gibt.

Wer sich für den Beruf des Anwalts entscheidet, der entscheidet sich auch für das Dasein als Dienstleister für seine Mandanten und diese haben ein Recht auf eine auch zeitlich umfassende Betreuung…“

Mehr dazu im sehr lesenswerten Beitrag auf Talent Rocket:

Quelle: Work-Life-Balance in Kanzleien?

 

Ein langes Wochenende steht vor Tür. Sie entscheiden, womit Sie Ihre Zeit verbringen.

Ich wünsche Ihnen, mit den wirklich wichtigen Dingen!

 

In diesem Sinne,

Herzlichst

Dr. Geertje Tutschka, ACC

PS: Sie möchten dazu Feedback, einen Sparringpartner oder brauchen einfach jemanden zum Reden? Vereinbaren Sie jetzt Ihren telefonischen Probetermin unter office@coachingforlegals.com!