Agile Leadership in a digital World

JurBlog

„Der Rechtsmarkt befindet sich im Wandel: Mit der Digitalisierung eroberte die Innovation die Rechtsbranche. Diese bringt jedoch nicht nur Innovationen im Legal Tech Bereich hervor, die stupide Standardarbeit erleichtern, sondern auch solche, die ganze Geschäftsfelder der Anwaltschaft plötzlich in Luft auflösen. Oft gehen diese Innovationen mit der Notwendigkeit einher, Strukturen und Prozesse in den Kanzleien zu überarbeiten und neu zu definieren. Nicht erst seit dem „Besonderen elektronischen Anwaltspostfach“ (beA) sind viele Kanzleien aus der Papierakten-Steinzeit ins Hier und Jetzt der digitalen Akte katapultiert worden. Der Anwalt ist heute zumindest per E-Mail direkt und immer für jeden erreichbar und kommt damit endlich auf die Augenhöhe des Mandanten; aber auch oft an die Grenzen seiner Belastbarkeit.

Kanzleien sind nun emsig bemüht, Schritt zu halten: Da werden Innovation-Hubs ins Leben gerufen, um mit ambitionierten Junganwälten oder zugekauften IT-Nerds Legal Tech Anwendungen zu kreieren und neue Geschäftsfelder zu generieren. Oder zumindest einen gewissen Marketing-Effekt…

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Vom Jurist zum Legal Coach

„Was ist der Unterschied?

Während der Anwalt in erster Linie seine juristische Fachexpertise zur Verfügung stellt und damit den Mandanten in Auseinandersetzungen, Verhandlungen oder in Gerichtsprozessen begleitet, bietet der Coach eine Form von professionellem Kommunikations- und Prozessmanagement, welches dem Mandanten einen geschützten Rahmen für Entwicklung und eigene Entscheidungen bietet.

In beiden Fällen bleibt der Klient Herr des Geschehens und der Anwalt/Coach allein dem Klienten gegenüber verpflichtet.

Coaching ist heute fester Bestandteil persönlicher und beruflicher Weiterentwicklung. Der Coach unterstützt und begleitet schwierige Phasen in der Ausbildung oder während anspruchsvoller Projekte, den (Wieder-)Eintritt in das Berufsleben, die Vorbereitung des nächsten Karrieresprungs oder Gehaltsverhandlungen.

Warum macht das Sinn?

Menschen fällt es in Krisensituationen mit einem vertrauensvollen Partner an der Seite leichter, sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren, das Ziel im Auge zu behalten und fokussiert und kontinuierlich ihren Weg zu gehen.

Neben dieser individuellen Arbeit kann ein Coach auch von der Unternehmensführung hinzugezogen werden, um Veränderungen im Unternehmen – die Einführung neuer Prozesse oder Strukturen, Outplacement oder Teambuilding – zu begleiten und zu unterstützen. Letzteres erinnert an das Berufsbild des Rechtsanwalts, der sich ebenso als Vertrauter und Partner seines Mandanten versteht.

Doch was ist der Nutzen einer solchen Ausbildung für Juristen?

  1. Es zahlt sich in seinem Geschäft aus, weil seine Mandanten zufriedener sind.
  2. Es zahlt sich für ihn persönlich aus, weil er selbst zufriedener ist.
  3. Es zahlt sich in seiner Kanzlei aus, weil die Mitarbeiter zufriedener sind.

Als ausgebildeter Coach kann der Anwalt die Krise des Mandanten nicht nur rechtlich sondern auch menschlich erfassen.

Legal Coaching wird also ebenso wie vor einigen Jahren die Mediation in das Beratungsgeschäft der Anwälte Einzug halten, allerdings mit dem Unterschied, dass der Anwalt als Legal Coach seine Parteilichkeit und damit sein Mandat behält – er also weiterhin als Anwalt vom Mandanten beauftrag ist. Das ist der entscheidende Vorteil von Legal Coaching.“

Die CLP-Academy bietet derzeit als einzige eine professionelle Ausbildung im Legal Coaching an. Die Anmeldung für die Kurse 2018/2019 läuft noch bis 31.08.2018.

Der Artikel ist im Karrieremagazin von TalentRocket im Original am 15.08.2018 erschienen. Den vollständigen Beitrag lesen Sie hier:

https://www.talentrocket.de/karrieremagazin/details/der-weg-zum-legal-coach-als-jurist

#METOO: Sexual harassment in the legal department

Monday Morning. The smell of fresh brewed coffee in the office:

„Hopefully your hand is not the only part of your body that is wet like that, Mrs. Tutschka.“ –

shutterstock_1153176071replied my boss Dr. Michael Johannes Schmidt to my „good morning“ after giving me a  smile and a handshake – usually a common greeting form in Germany, even in the legal department of an international automotive company like this. My colleagues smiled the same way my boss did. Seriously?!

„I’m not a victim. Never was.“

At that moment I had held my law degree for several years already, had worked in huge law firms, had just finished my PhD – and was married as a mom of three. Seriously.

I would never greet a colleague like that, not my assistant, nor my boss. And my colleagues wouldn’t either. Young lawyers – intelligent, good mannered, standing for equality and justice. Friends. I saw in their eyes that they hated it. They would never say this either.

„But in this moment, actually their silent smile did.“

And I felt sorry for them. Men like Mr. Schmidt need the audience: It was never about me. It was all about him. But an audience builds a culture. We all are building this culture.

I personally can handle a slimy behaviour like this.  I’m naturally blonde. I experienced this my whole life. There is always a simple mind like his in the room.

But my colleagues were trapped: to be part of this game or to risk their jobs.

„At least they had a choice.“

And I write this, my personal #MeToo experience, because I want to encourage them to choose. Like all these brave women who decided to break their silence and tell their stories. Breaking the silence is never easy. Being part of a hated game isn’t easy.

Being offender and victim at the same time is even worse.

I’m not the victim. Never was. They are. By choice.

„#Be a game changer!“

Today.

Dr. Geertje Tutschka, ACC

www.geertje-tutschka.com

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Coaching ist in der Rechtsbranche angekommen – NJW 30/2018

#Coaching ist in der #Rechtsbranche angekommen: NJW 30/2018

Die Legal Coaching Ausbildung unserer CLP-Academy in der Neuen Juristischen Wochenschrift vom 19.07.2018.

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Agile Leadership mit System – wie die Führung agiler Teams in NGO´s und Verbänden gelingen kann

Dr. Geertje Tutschka als Referentin auf dem Coachingtag 2018 (www.coachingtag.com):

Das Führen ehrenamtlicher Teams war schon immer eine besondere Herausforderung. In einer digitalen Welt mit agilen Strukturen gilt es jedoch umso mehr, mit einer klaren Wertekultur und Strategie, flexiblen Entscheidungsprozessen und Mitglieder-Engagement, die daraus resultierenden Chancen zu nutzen. Denn Kunden- und Mitgliederbeziehungen waren noch nie so kurzlebig wie heute. Darauf muss das Leadership-System der Organisation abgestimmt sein.

Dr. Geertje Tutschka, ACC ist Juristin in Deutschland und Österreich und führt seit 2016 als Präsidentin das deutsche Chapter der Internationalen Coach Federation, dem größten Berufsverband professioneller Coaches weltweit. In dieser Funktion ist Sie Mitglied des Global Leader Forums sowie Delegierte im Round Table der Coachingverbände.

Nutzen für die Teilnehmer:

  1. Insider Blick auf das Leadership System eines internationalen Berufsverbandes
  2. Vergleich zu herkömmlichen Führungssystemen
  3. interkultureller Blick auf verschiedene Führungssysteme
  4. Bedeutung der Strukturen und Prozesse
  5. Q & A zu ICF Strategy and Leadership System

http://www.coachingtag.com/programm/referenten.htm

Agile Leadership

Meet me at #CT2018 (www.coachingtag.com) in Munich

JurBlog

IMG_2089„Agile Leadership in einer digitalen Welt“ ist diesjähriges Thema des Coachingtages (http://www.coachingtag.com) und des aktuellen Heftes des Harvard Business Managers: um den Blick auf den Menschen bei aller Veränderung nicht zu verlieren!

Erleben Sie @Dr. Geertje Tutschka Juristin und CEO von CLP-Consulting for legal Professionals und Präsidentin der ICF -D zum Thema auf dem #CT2018

SAVE THE DATE: Coachingtag 16./17.11.2018 in München!

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Agile Leadership in a digital World

„Der Rechtsmarkt befindet sich im Wandel: Mit der Digitalisierung eroberte die Innovation die Rechtsbranche. Diese bringt jedoch nicht nur Innovationen im Legal Tech Bereich hervor, die stupide Standardarbeit erleichtern, sondern auch solche, die ganze Geschäftsfelder der Anwaltschaft plötzlich in Luft auflösen. Oft gehen diese Innovationen mit der Notwendigkeit einher, Strukturen und Prozesse in den Kanzleien zu überarbeiten und neu zu definieren. Nicht erst seit dem „Besonderen elektronischen Anwaltspostfach“ (beA) sind viele Kanzleien aus der Papierakten-Steinzeit ins Hier und Jetzt der digitalen Akte katapultiert worden. Der Anwalt ist heute zumindest per E-Mail direkt und immer für jeden erreichbar und kommt damit endlich auf die Augenhöhe des Mandanten; aber auch oft an die Grenzen seiner Belastbarkeit.

Kanzleien sind nun emsig bemüht, Schritt zu halten: Da werden Innovation-Hubs ins Leben gerufen, um mit ambitionierten Junganwälten oder zugekauften IT-Nerds Legal Tech Anwendungen zu kreieren und neue Geschäftsfelder zu generieren. Oder zumindest einen gewissen Marketing-Effekt zu erzeugen: für die Mandanten aber auch für das Employer Branding. Innovation Awards zeigen die Vielfältigkeit der Ergebnisse. Dabei muss die Frage erlaubt sein: Bringt das was?“

Mein Artikel ist in voller Länge im Legal Revolutionary Rechtsmagazin der digitalen Wirtschaft  vom 01.08.2018 zu lesen mit folgendem Inhalt:

Inhaltsverzeichnis

  • Warum Innovation für Kanzleien wichtig ist
  • Welche Bedutung haben sog. Cross Competencies
  • Wie können Kanzleien derart gemischte Teams mit Cross Competencies aufbauen?
  • Warum agile Teams besondere Führung brauchen
  • Wie kann agile Leadership aufgebaut werden
  • Welchen Nutzen hat eine Investition in den Aufbau agiler Führungskompetenz

oder unter www.consultingforlegals.com

Mehr zur Coachingausbildung erfahren Sie bei der www.CLP-Academy.com.

Qualitätssicherung im Coaching — JurBlog

Mein aktuelles Interview über #Qualitätsmanagement in der #Personalentwicklung mit #Coaching in ManagerSeminare 06/2018 S. 14 (mehr dazu in unsere Coachingausbildung: Jetzt anmelden! #Coach #Coaching #LegalCoaching) „Coaching hat sich längst als wertvolles Instrument in der Personalentwicklung etabliert. Die Qualität der berufsspezifischen Ausbildung der Coachs ist so hoch wie nie. Die Wirksamkeit von Coaching ist in zahlreichen wissenschaft- lichen […]

über Qualitätssicherung im Coaching — JurBlog

Legal Coaching – ein Hybrid

„Oder: Was der Rechtsberatung Beine macht

Coaching ist in der Rechtsbranche angekommen. Für die strategische Karriereentwicklung, aber auch für die eigene, persönlich Weiterentwicklung, gegen Frustration im Job und als Prävention gegen Burn out. Für die Kanzleientwicklung bei der Umsetzung der Kanzleikultur, der Positionierung, in Strategiefragen, aber auch in der Moderation bei Partnerentscheidungen, Teamentwicklung und Konfliktlösung, Personalführung[1]sowie in den Personalentwicklungsprogrammen beim Aufbau der High Potentials, der Unterstützung junger Eltern oder auch weiblicher Führungskräfte[2]. So weit so gut. Das ist nicht anders als in anderen Branchen.

Nun aber entdeckt die Rechtsberatung Coaching als sinnvolle Ergänzung im Beraterbusiness. Coaching kann Beratung professionalisieren. Warum ist das so?

Coaching war immer schon Teil der Kommunikationswissenschaften und Psychologie; hat sich jedoch vor gut 150 Jahren dort heraus als eigenständige Methode in der Begleitung von Individuen und Teams entwickelt. Heute grenzt sich Coaching deutlich ab von Beratung, Training, Therapie, dem Mentoring aber auch der Lehre[3].

shutterstock_526980355Doch was ist Coaching überhaupt?

Als Modewort hat es längst Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch gehalten und kann neudeutsch den Fußballtrainer ebenso wie den Ernährungsberater, den Hundetrainer, die Führungskraft und den zum Mentoren ernannten Partner bezeichnen. Coaching und die Profession Coach sind in Deutschland nicht geschützt und nur in Teilbereichen reglementiert[4]. Dies ist in unseren Nachbarländern anders. Selbst innerhalb der EU sind viele nationale Gesetze zum Schutz der Profession verabschiedet worden, so dass es nur eine Frage der Zeit sein dürfte, wann eine einheitliche europäische Regelung notwendig wird[5]– zumal Coaching auch heute schon überwiegend online und über Ländergrenzen hinweg durchgeführt wird[6]. Ein Trend, der sich stark fortsetzt und trotz DS-GVO nicht zu bremsen ist. Im Gegenteil: Als Präsidentin des deutschen Chapters des internationalen Berufsverbandes für Coaches (ICF) hat Dr. Tutschka, ACC gerade die Transformation bei den technischen Serviceprovidern und Herstellern von Kommunikationstechnik und online-Coachingtools miterlebt, die es mehrheitlich nahezu mühelos geschafft haben, nun gesetzeskonforme und datenschutzgeprüfte Arbeitstechnik zur Verfügung zu stellen

Dass es in Deutschland (noch) keine gesetzliche Regelung gibt, ist aber vor allem auch der Tatsache geschuldet bzw. der Verdienst der seit Jahrzehnten bestehenden über 15 Berufsverbänden für Coaches, für Trainer, für Mentoren, Supervisoren, Psychologe, Speakern und Beratern; mit unterschiedlichen Ausbildungs- und Zertifizierungssystemen. Der ICF ist dabei der einzige Berufsverband nur für ausgebildete Coaches[7](nicht für Trainer, Psychologen und Berater etc.[8]) und auch der einzige internationale Verband[9].

Der deutsche Markt ist durch diese Berufsverbände überreguliert. Diese Vielfalt war für Personalentwickler und Kunden schlicht überfordernd und unübersichtlich.

Vor fast 10 Jahren haben sich daher die größten Verbände zum sogenannten Round Table Coaching (RTC[10]) zusammengeschlossen[11], um Klarheit und Transparenz zu schaffen: das gemeinsame Papier zum Qualitätscoaching und die gemeinsame Ethikrichtlinie stellt nun sicher, dass alle 14.000 professionellen Coaches, die in diesen Verbänden organisiert sind, einheitlichen Qualitätsanforderungen an Ausbildung und geprüfter Nachhaltigkeit durch Zertifizierung unterfallen und sich einem einheitlichen Ethikverständnis hinsichtlich Menschenbild[12], Vertrauensaufbau und Verschwiegenheit verpflichtet sind, so Dr. Tutschka als Delegierte der ICF im Round Table Coaching.

Dem wird selbst durch Marktriesen wie Xing mit dem Portal Xing-Coaches Rechnung getragen, der nicht nur das Top Coach Siegel anhand dieser Kriterien 2018 neu aufgelegt hat[13], sondern zukünftig auch die Coach-Profile danach sortiert, ob der Coach durch die Qualitätskontrolle eines Berufsverbandes gegangen ist[14].

Coaching: Ein strukturierter und gelenkter Kommunikationsprozess, indem der Coach mit bestimmten Techniken, Tools, Methoden und Modelle (wie Spiegeln und Feedbackgeben, 360Grad Methode, Auswertung von Persönlichkeitstest) den Klienten darin unterstützt, schneller, effizienter und tiefgreifendere Klarheit über eine ihm wichtige Lebensfrage zu erhalten und in der Umsetzung begleitet. Eine gute Coachingausbildung ist dabei nicht auf eine einzige Methode oder ein einziges Tool beschränkt, sondern bietet eine (begrenzte) Auswahl zum Erlernen von wirksamen und geprüften Techniken (ca. 50 % der Ausbildung), ein strukturiertes Coaching- Prozessmanagement (weitere 25 %) sowie profundes Verständnis an Qualitätsstandards, Ethik und Regularien um den Coachingberuf nach einem etablierten Berufsverband (weitere 25 %).

Dabei ist ähnlich wie bei dem Erwerb eines Fachanwaltstitels zwischen der geprüften Ausbildung einerseits und dem Erwerb des Fachanwaltstitels, der Zertifizierung, andererseits (durch Praxisfälle und mehr) zu unterscheiden. Erst die Zertifizierung weist den erfahrenen und sich ständig weiterentwickelnden Praktiker aus.

Bislang hat die Rechtsbranche diese professionellen Kommunikationstechniken im Rahmen einer Mediationsausbildung eingekauft[15], allerdings zum Preis des Mandatsverlustes als Rechtsanwalt[16].

Doch wie sonst lernt die Rechtsbranche wirksame und nützliche Kommunikationstechniken? Wie lernt die Rechtsberatung laufen?

Dass professionelle Kommunikation etwas anderes als die Vermittlung von Fachwissen ist und dass sie als Jurist absolut notwendig ist, muss nicht mehr diskutiert werden. Die Branche wird vom hohen Konkurrenzdruck, der Digitalisierung und Marktverlust durch Legal Tech ordentlich durchgeschüttelt. Bestehen kann in so einem Markt nur, wer den Kopf nicht in den Sand steckt oder sich in Angstszenarien flüchtet, sondern sich auf seine Ursprungsqualität besinnt: den Faktor Mensch. Vertrauen, Empathie und Zuversicht unterscheiden für den Mandanten, ob er einen Anwalt wählt und welchen. Kompetenz und professionelle Kanzleiprozesse werden vorausgesetzt. Fachwissen kann heute überall und jederzeit kostenfrei abgerufen werden.

Eine Ausbildung im Legal Coaching versetzt den Juristen in die Lage, die notwenigen Kommunikationstechniken und das professionelle -management zu erlernen und punktgenau im Rahmen des jeweiligen Mandats anzuwenden[17], als Sequenz oder als kompletter Prozess, bei der Entwicklung von Strategie und Taktik oder der Umsetzung von Entscheidungen (Stichwort Changemanagement). Legal Coaching[18]läßt Anwälte Anwälte bleiben und Richter Richter. Legal Coaching sorgt für mehr Nähe zum Mandanten, mehr Verantwortung für das Mandat, mehr Nachhaltigkeit und damit für zufriedenere Mandanten[19].

Andere Beraterbranchen wie die Unternehmensberater haben das längst erkannt und für sich genutzt. Auch Anwälte beraten heute nicht mehr, sondern coachen ihren Mandanten. Die einen, weil es chick ist. Dies dürfte jedoch mit den selbsternannten Rechtsexperten in Stammtischrunden nach dem 3. Glas Bier gleichzusetzen sein. Andere, weil sie einen Wochenendkurs in Kommunikation belegt haben oder sowas ähnliches gelernt haben, Mediation zum Beispiel oder Wirtschaftspsychologie. Richtig ist, dass Kommunikationstechniken – wie sie in der Mediation u.a. vermittelt werden –  auch ca. 50 % einer Coachingausbildung ausmachen. Die andere Hälfte fehlt hingegen[20], insbesondere auch die Zertifizierung der praktischen Erfahrung. Diese Kollegen dürften auf einer Stufe stehen mit Absolventen des 1.Staatsexamens, die sich unmittelbar quasi-anwaltlich betätigen. Kann man so machen. Der Markt wird es bereinigen.

Coaching ist in der Rechtsberatung angekommen. Die Verbindung von juristischem Know How und Coachingkompetenz ist keine Additionsaufgabe. Beide Bereiche werden sich gegenseitig potenzieren[21].

Damit Ihre Rechtsberatung auch morgen noch läuft ohne Ihre Stimme zu verlieren.“

Der Artikel zum Legal Coaching erschien in der NJW 30/2018 vom 19.07.2018:

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ACHTUNG:

Die Anmeldung für die Ausbildung im Legal Coaching 2018/2019 läuft bereits!

Die Autorin: Dr. Geertje Tutschka, ACC (www.geertje-tutschka.com)

  • Managing Partner: CLP-Consulting for Legal Professionals
  • Rechtsanwältin in Deutschland/Europaanwältin Österreich
  • Ausgebildeter und Zertifizierter Coach und Trainer, Autorin
  • Präsidentin der ICF Deutschland/Delegierte im Round Table Coaching
  • Ausbilderin im Legal Coaching (www.consultingforlegals.com)

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[1]Tutschka im Interview in Unternehmensjurist, S. 68, 06/2017

[2]Tutschka, djbZ, S. 137, 03/2017.

[3]Tutschka, Wirtschaft und Weiterbildung, S.54, 08/2017

[4]Tutschka in CoachingMagazin vom 03.01.2018

[5]Schwertfeger in Wirtschaft und Weiterbildung vom , S.46 01/2018; mehr zur aktuellen Gesetzesinitiative auf dem diesjährigen Coachingtag

[6]Siehe die aktuelle Studie zum online-Coaching 2017 der Universität Salzburg, die jährlich erhobene Middendorf Studie zum deutschen Coachingmarkt sowie die Global Consumer Awareness Study 2017 und Millenial Study 2017 des ICF.

[7]Mit dem Coachingtag veranstaltet er jährlich einen der wichtigsten Kongresse der Branche.

[8]Obgleich viele Coaches auch als Berater, Trainer oder Vortragende tätig sind – je nachdem was der Kunde einkauft.

[9]Seit fast 30 Jahren professionalisiert sich diese Methode mit evaluierbaren Qualitätsstandards und Ethischen Richtlinien[9]. Die Internationale Coach Federation (ICF), der weltweit größte Berufsverband professioneller Coaches, hat als einer der ersten ein unabhängiges Akkreditierungssystem für Ausbildungsinstitute zur Qualitätssicherung eingeführt (der Verband betreibt keine eigenen Ausbildungsinstitute) sowie ein unabhängiges Zertifizierungssystem für ausgebildete Coaches zur regelmäßigen Qualitätskontrolle (die Zertifizierung ist von einer Verbandsmitgliedschaft unabhängig); http://www.coachfederation.org/www.coachfederation.de.

[10]www.roundtable-coaching.eu

[11]mehr dazu Tutschka in „Qualitätsmanagement im Einzelcoaching“

[12]z.B. Ausschluss von Esoterikern und Scientologen

[13]in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt und der Universität Salzburg

[14]so übrigens auch Newcomer und Start-ups wie Coachimo, BetterCoach und CoachFox.

[15]und nun mit dem Mediationsgesetz professionalisiert.

[16]Was ein wenig an Andersons kleine Meerjungfrau erinnert, die ihre magische Stimme für Beine eintauscht.

[17]Legal Coaching Ausbildungen bislang nur durch die CLP – Academy (www.consultingforlegals.com).

[18]Erste Erfahrungen mit Legal Coaching im Familienrecht wurden von kanadischen und US-amerikanischen Anwälten berichtet.

[19]Tutschka in „Kanzleigründung und Kanzleimanagement“

[20]kleine Gedankenstütze: 25% Prozessmanagement plus 25 % berufsspezifischer Ethik durch den Berufsverband

[21]wenn solide Qualität dahinter steht

Das Jurastudium des 21. Jahrhunderts: Jura demnächst MINT?

„Von Wirtschaftsmedien bis Twitter, von online-Blogs bis Davos, vom CCC bis zu fachlichen Veröffentlichungen in der NJW – niemand kommt heutzutage an Stichworten wie Digitalisierung, Industrie 4.0, Internet of Things oder #connectivity vorbei – dieser technologische Megatrend unserer Zeit wird immense Auswirkungen nicht nur auf das Engineering, sondern auf Staat, Wirtschaft, Gesell-schaft und Kultur insgesamt haben.

Juristen sind „Sozialingenieure“; wir regeln Regeln. Wenn damit wir Juristen quasi die Regelungsmembran für sich ändernde Anforderungen darstellen, wird sich – jedenfalls von dritter Seite – die folgende skeptische Frage stellen: „Wie wollt ihr Juristen allein aufgrund einer rechtswissenschaftlichen Ausbildung, namentlich ohne Zusatzqualifikationen als Informatiker, Physiker oder Mathematiker grundlegend genug verstehen, was ihr da eigentlich regeln wollt?“

beschreiben im eMagazin „The Legal Revolutionary“ warum  sich das Jurastudium zukünftig in die MINT Fächer bewegen wird. Lesen Sie den gesamten Beitrag hier.
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