Aschermittwoch

Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Schluss mit Lustig. Spass beiseite. GAME OVER!

Wir sollten uns wieder den ernsten Dingen des Lebens zuwenden. Schade aber auch! Denn in kaum einer anderen Jahreszeit sind wir so kreativ, so entspannt und so sehr wir selbst wie in der „Fünften“:

Kennen Sie das?

Nachdem viele von uns in das neue Jahr mit einer ganzen Reihe an „guten Vorsätzen“ gestartet sind, schlugen bei den meisten von uns schon in der ersten Arbeitswoche die Wellen hoch über uns zusammen – und wir tauchten ein in den Alltagsstress. Zwar hatten wir noch in den letzten Tagen des alten Jahres eine ganze Reihe an „Altlasten“ weggearbeitet. Doch die wenigen Tage Auszeit über die Feiertage und den Jahreswechsel führten zum offensichtlich unvermeidlichen Chaos auf dem Schreibtisch. Kaum einem von uns gelang es dabei, sich auf seine Vorsätze zu besinnen. Die nächsten Ferien standen vor der Tür, vielleicht ein Skiurlaub. Bis dahin hieß es durchhalten und ranklotzen…

Dann fiel uns auf, dass immer mehr unserer Lieblingssendungen zur besten Sendezeit von Büttenreden und Karnevalsveranstaltungen verdrängt wurden. Und uns dämmerte: Karneval steht vor der Tür. Vielleicht haben Sie es gerade noch geschafft, sich mit ein paar Freunden abends zu verabreden. Vielleicht stand Ihre alljährliche Faschingsparty aber auch schon seit Monaten fix im Kalender und Sie brauchten nur noch eines Ihrer Lieblingskostüme schnell überzustreifen…

Am nächsten Morgen stellten wir dann übermüdet und verkatert mit einem Blick in den Spiegel fest, dass wir langsam zu alt dafür werden. Und doch: schön war´s wieder. Keine andere Party im Jahr ist damit vergleichbar! Kein Stress mit steifer Abendkleidung und Baucheinziehen, keine Miesepeter, Diskutiertiger und Gossipgirls, keine strikte Trennung der Altersjahrgänge. Karneval ist die Zeit, in der man ungezwungen mit völlig Fremden einen ausgelassenen Abend verbringen kann – und nicht nur einen netten.

Was befreit uns in dieser Zeit von den uns selbst auferlegten Regeln und Zwängen? Sind es die Kostüme, die Masken, die frechen Hütchen, unter denen wir uns verstecken können oder die – besser noch – unseren wahren Kern zum Ausdruck bringen? Ist es das gemeinsame Verständnis darüber, dass dieser Blödsinn für alle auf diese wenigen Tage begrenzt ist? Fast scheint es, als bräuchten wir diese kurze Auszeit, diesen Ausflug aus dem Alltagstrott, um uns selbst und die Welt nicht zu ernst zu nehmen; die RESET-Taste zu drücken vielleicht.

Wie sonst ist dieser Zustrom zu den Faschingsveranstaltungen zu erklären? Und die Faschingsverweigerer, die Anti-Narren und Nicht-Jecken? Denen dieser Blödsinn schlicht zu blöd ist; die keine Zeit für die fünfte Jahreszeit haben? Die vielleicht schon als Kind zu erwachsen dafür waren? Die haben den Spass auch diesmal verpasst und munter weiter gerackert: nur nicht aussteigen aus dem Hamsterrad, das Leben ist ernst genug.

Schade aber auch. Schön war´s.

Doch so oder so – irgendwas ist schief gelaufen in diesen ersten sechs Wochen des Jahres …

 

Deshalb Schluss mit lustig: Jetzt wird´s ernst! Die ersten sechs Wochen des neuen Jahres sind vorbei. Hier meine Frage: Erinnern Sie sich noch an Ihre Vorsätze für 2015? Haben Sie davon schon etwas umgesetzt? In Angriff genommen? Oder sich ganz im Stillen davon verabschiedet? Vergessen?

Nun: Klassischerweise wird heute über die Fastenzeit geredet. Enthaltsamkeit, Einkehr und Stille sind die Schlagwörter der Tages. Die sollen helfen, dass wir uns wieder auf „das Wesentliche“ besinnen, uns fokussieren. Doch worauf?

Was ist in Ihrem Leben das Wesentliche? – Ihre Gesundheit? Das Wohl Ihrer Lieben? Erfolg? Glück Zufriedenheit?

Sie ahnen es schon: Sie selbst!

Warum nur Teilbereiche herausgreifen, geht es doch im Wesentlichen in Ihrem Leben um SIE!

Also was wollen SIE? Was brauchen SIE?

Uns um das Wohl anderer zu kümmern, uns um das Gemeinwohl zu bemühen, fängt damit an, uns endlich wieder auf uns selbst zu besinnen. Etwas, was wir bei all der Ablenkung im täglichen Leben schon fast verlernt haben. Erinnern Sie sich an Ihre Neujahrsvorsätze. Schauen Sie sie an und fragen Sie sich ganz ehrlich, ob diese wirklich das sind, was Sie wollen und brauchen. Und wenn das so ist, nehmen Sie sich einen Stift und schreiben Sie die ersten Schritte zu deren Umsetzung auf.

Ausreden und Spielchen waren gestern!

Heute ist Aschermittwoch, heute wird´s ernst: die härtesten sechs Wochen des Jahres beginnen!

GAME OVER!!!

In diesem Sinne!

Herzlichst,

Ihre Dr. Geertje Tutschka

PS: Wenn Sie sich nicht allein an die Realisierung Ihrer Ziele für 2015 machen möchten, sind vielleicht unsere „Gipfelstürmer“ für Sie interessant.

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