The pink elephant in the room…

„Wer, wenn nicht wir…“, so RA Schellenberg, der Präsident des Berufsverbandes der deutschen Anwaltschaft, auf der Mitgliederversammlung und Vorstandswahl in Essen.

„Wer, wenn nicht wir, setzen uns für Recht und Gerechtigkeit ein –  jeden Tag.“ Zustimmendes Nicken im Berufsverband DAV.

Die deutsche Anwaltschaft ist in der Zukunft angekommen.

Nein, hier geht es nicht um Legal Tech – wie auf dem soeben eröffneten Anwaltstag in Essen. Es geht um das Genderverhältnis im Berufsstand – das viel zitierte „Anwältinnenproblem“ (siehe dazu auch meinen Beitrag „Justitia wir haben ein Problem…“)

Mit knapp 45 % Anwältinnen und über 55 % Jurastudentinnen ist der Trend eindeutig und unumkehrbar. Angeblich prognostizierte die Zukunftsstudie der Prognos AG, die der DAV beauftragt hatte, schon vor knapp 5 Jahren der Anwaltszunft einen überdurchschnittlich hohen Zuwachs an weiblichen Berufsträgern. Tatsächlich hatte man aber lediglich die Überschrift gelesen „Die Zukunft der Anwaltschaft ist weiblich“. Gemeint war jedoch mehr als ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in der Legal Branche. Wer die Zukunftsstudie tatsächlich gelesen hatte, den erwartete eine Überraschung: ging es doch darum, dass sich nicht die Branche, sondern der Markt verändern wird: dass nämlich der Markt der juristischen Rechtsberatung (bzw. der juristischen Dienstleistung im allgemeinen) zukünftig von den Anwälten mehr von den Qualitäten einfordern würde, die gemeinhin als „typisch weiblich“ eingestuft werden. Ein Schlag ins Gesicht und eine rote Warnlampe für die deutsche Rechtsbranche, die sowohl im Branchenvergleich innerhalb Deutschlands als auch im internationalen Vergleich der Legal Branche traditionell Geld, Macht und Entscheidungen in die Hände weißer Männer jenseits der fünfzig legt.

Das „Anwaltsblatt“ des Berufsverbandes DAV greift dieses bereits auf der Jahrestagung des Berliner Institut für Anwaltsrecht (11/2016) diskutierte Anwaltsmarktthema in seiner aktuellen Ausgabe 05/2017 zum Deutschen Anwaltstag auf (siehe beispielsweise den Beitrag von Prof. em. Dr. Koch, HumboldtUni Berlin, der gleich mehrfach Bezug auf unsere Beiträge und Workshops zu diesem Thema aus 2013 und 2014 nimmt).

Dem ausgewogenen Genderverhältnis stehen das GenderPayGap von knapp 30% (GELD), der weibliche Partneranteil in Kanzleien von nur 10 % (MACHT) und die minimale weibliche Postenquote bei Berufsverbänden und Kammern (ENTSCHEIDUNGEN) gegenüber. Gerade feierte der DAV die Erhöhung der Referentinnenquote in den Verbandsveranstaltungen in den letzten 5 Jahren auf 31 % – trotz Referentinnenpool. Präsidentinnen gab es in den Vertretungen noch nie. Ebenso wie weibliche Preisträgerinnen bei den jährlich 5 zu vergebenden DAV-Preisen. Immerhin weißt die Kandidatenliste 2017 für den Vorstand ein ausgewogenes Verhältnis auf – wenn auch nicht der Vorstand dann schlussendlich selbst.

Vom Einsatz weiblicher Stärken und Qualitäten ist der Berufsstand weit entfernt. Und das vorhandene Potenzial wird gezielt unterdrückt.

Ist das bloß das gesellschaftliche Abbild in unserem Berufsstand? Oder waren Anwältinnen schlicht nicht qualifiziert genug? – wie Schellenberg sowohl im Beitrag des Anwaltsblattes als auch auf dem Anwältinnenkongress auf dem DAT 2017 in Essen meint? Zwar zitiert er das Beispiel der ersten deutschen Bundes-Liga-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus und ihren steinigen Weg in dieser Männerdomäne – hält es jedoch 2 Sätze weiter eher für Zufall, dass auch 2017 auf der Eröffnungsveranstaltung des DAT Frauen und Anwältinnen nur als Blumenmädchen für die ausschließlich männlichen Referenten, Preisträger und Keynotespeaker (Juristen, Politiker und andere) aufs Podium kommen. „Es war“-  so Schellenberg – „ihm gar nicht aufgefallen…“. Ist die deutsche Rechtsbranche und allen voran der Deutsche Anwaltsverein also noch gestriger als die Männerdomäne Fußball? Cool wäre gewesen, Bibiana Steinhaus nicht nur gegenüber den Anwältinnen zu zitieren, um sich dort „gut Wetter“ zu erkaufen, sondern sie auf die Bühne als Referentin zu stellen. So kann denn auch der kulturelle Schlusspunkt des DAT 2017 mit „Rigoletto“ in der Essener Oper nicht als Zufallswahl interpretiert werden: eine Inszenierung, die Frauen als gruselige Zombie-Huren oder unschuldig-einfältige Opfer männlicher Lust in einer Männerwelt darstellt (Stichwort: Ist das Kunst oder kann das weg). Kolleginnen wie Kollegen hat dieser Abend verstört.

Wie glaubwürdig ist ein Berufsstand, der für den „Kampf um Gerechtigkeit“ wie kein anderer stehen will – und selbst bei der Entlohnungsungerechtigkeit ganz vorn dabei ist? Wie glaubwürdig ist ein Berufsstand, der für Diversity eintritt und Zukunft gestalten will und doch alle Macht klassisch-konservativ besetzt?

Es ist wie mit dem vielzitierten „Pink Elephant in the room“:

Indem diese Themen zu Gender Themen, zu Themen des Generation Shift gemacht werden, entledigt man sich der Verantwortung.

Die Quittung kommt prompt:

Der Berufsverband hat im letzten Jahr von 163.000 Mitgliedern 10.000 verloren. Kein Gender Problem.

Kanzleien finden keinen Nachwuchs. Verzweifelt kämpfen Sie um Generation Y ( Millennials und Digital Natives), die sich einfach nicht in die klaren Strukturen einer Aufstiegsleiter vom Associate zum Partner mit maximalem Zeitaufwand eingliedern wollen (hierzu der Artikel „Fix the firm…“ von Hartung und Ziercke im Anwaltsblatt). Auch das kein Gender Thema.

„Wer, wenn nicht wir, setzen uns für Recht und Gerechtigkeit ein –  jeden Tag.“

Ein Berufsstand, der für Recht und Gerechtigkeit eintritt und damit sein täglich Brot verdient, sollte sich schämen, dass Schlusslicht bei „gleiches Recht für alle“ zu sein.

Veränderung ist nicht einfach. Und definitiv jenseits der Komfortzone. Doch es ist unsere verdammte Pflicht, wenn wir als Juristen professionell sein wollen.

Das Gender Pay Gap ist kein Problem der Anwältinnen. Es ist ein Problem der Legal Branche.

The Pink Elephant in the room.

In diesem Sinne –

Herzlichst,

Ihre Dr. Geertje Tutschka, ACC

Sieben Gründe auf Coaching besser zu verzichten

Die meisten Unternehmen (und so auch Kanzleien, d.Rdn) haben einen Anspruch, der weit über das nackte Überleben hinausreicht. Sie verkörpern eine MARKE, die möglichst glänzend und anziehend auf Kunden, Shareholder und Mitarbeiter wirken soll. Unter der Oberfläche sieht es oft ganz anders aus. Kritik wird nicht oder nur unter vorgehaltener Hand geübt. Ein Coach erkennt derartige Diskrepanzen sehr schnell…

Das ist nicht gut, wenn man Angst vor Veränderung hat…

Alle 7 Gründe finden Sie hier:

Quelle: 7 Gründe für Unternehmen, auf Coaching zu verzichten

 

Welcher dieser Gründe ist Ihrer?

In diesem Sinne –

Herzlichst,

Ihre Dr. Geertje Tutschka, ACC

PS: Sie wollen Coaching für sich ausprobieren? Einfach unter office@coachingforlegals.com Ihren Telefontermin anfragen und bis zu 45 min. mit einem Profi sprechen (kostenfrei, unverbindlich und absolut vertraulich).

Übrigens: alle unsere Coaches arbeiten erfolgreich selbst als Juristen und sind ausgebildete Coaches (CLP-Qualitätsgarantie).

Kennen Sie schon unsere Coachingausbildung für Juristen?

Legal Coaching

Rechtsberatung war gestern. Legal Tech ist heute. Legal Coaching ist morgen!

Schon mal was von Legal Coaching gehört? Nein?

Vielleicht versuchen Sie sich ja bereits daran – tagtäglich…

Wie oft haben Sie erlebt, dass Ihre Mandanten Ihnen gar nicht genau sagen konnten, was Sie wollen? Oder am Ende eines langen Rechtsstreits (nach der akuten Krise) plötzlich eigentlich etwas ganz anderes wollen. Und wie oft hören Sie, dass Ihre Mandanten nur deshalb kommen, weil Sie Ihnen zuhören – Sie sich aber fragen, ob das eigentlich Ihr „Job“ ist und wofür Sie hier bezahlt werden…

Mandanten kommen heute nicht mehr wegen des Fachwissens zum Anwalt. Meist haben Sie sich ohnehin schon vorher im Netz in zahlreichen Foren oder Rechtsportalen informiert. Sie kommen zum Anwalt, um von ihm das „Fachwissen“ umsetzen zu lassen. Und während er mit ihnen eine erfolgversprechende Strategie entwickelt, stellt er gleichzeitig unbequeme Fragen, bohrt nach Beweggründen und gibt Feedback und Empfehlungen. Ein guter Anwalt versucht dabei, dem Mandanten nicht die Standardlösung aufzuschwatzen – oder die, die am meisten einbringt –  sondern die auf die individuelle Lebenssituation des Mandanten jeweils passende Rechtslösung zu finden. Er „coacht“- und zwar ohne genau zu wissen, WAS und WIE er das tut was er tut, sondern quasi aus dem Bauch heraus.

Der Kölner würde nun sagen: Ist ja noch immer „Jutjejange“!

Der Gesetzgeber sagt klar: Rechtsberaten darf nur, wer es auch gelernt hat. Aber dabei denkt er eher an das WAS (also Fachwissen) als an das WIE. Bei der Ausbildung im WIE hapert es leider, denn „Beraten“ steht nicht auf dem Stundenplan zukünftiger Juristen.

Bei Medizinern ist das zum Glück anders: Oder würden Sie zu einem Chirurgen gehen, der lediglich das theoretische Wissen hat, aber nie das Handwerk erlernt hat?

Und da sind wir beim Thema: Was ist das „juristische Handwerk“?

Pure Rechtsberatung findet schon lange nicht mehr statt. Juristen sollen heute alles sein: Strategen, Manager, Kommunikationsexperten, SuperStars, Schauspieler, Leader, Macher, Psychologen und ein guter Freund – ja und irgendwie auch ganz gute Juristen.

Ist es da nicht an der Zeit, auch das „Handwerk“, das WIE der Rechtsberatung professionell und fundiert zu erlernen und zu üben?

Glaubt man den Medien und Meinungsmachern, scheint sich eine derartige Investition nicht mehr zu lohnen: Legal Tech heißt das Schlagwort der Stunde. Also Technik, die die klassische Rechtsberatung unterstützt oder auch ersetzt. Richtig ist, dass Rechtsberatung dadurch nie wieder so stattfinden wird wie bisher. Auch die Anwaltsbranche muss sich neu erfinden. Für die meisten ist das faszinierend und beängstigend zugleich.

Was heißt das aber für mich als Anwalt?

Geht es mir wie dem Berufskraftfahrer, der immer mehr von der Automobiltechnik unterstützt und entlastet wird – solange bis er schon in absehbarer Zeit entbehrlich ist?

Ich habe gestern meine Kindern den Begriff: „Aschenkübel“ erklären müssen. Meinen Enkelkindern werde ich erklären müssen, was ein „Trucker“ ist. Aber auch, was ein „Anwalt“ ist?

Ich sage NEIN. „It´s a people´s Business“. Weil menschliche Bedürfnisse befriedigt werden: nach Nähe, nach Vertrauen, nach zwischenmenschlicher Interaktion und Beziehung.

Daher wird die Persönlichkeit des Anwalts, der menschliche Faktor, zunehmend zur Schlüsselfunktion werden.

Der Trend zu Automatisierung, Standardisierung und Optimierung wird parallel  mit Legal Tech und Prozessoptimierung im Kanzleimanagement immer mehr Fahrt aufnehmen. Professioneller Beziehungsaufbau im Sinne von „Mein Anwalt versteht mich“ aber – „Slow Legal“ wenn man so will  – läßt sich weder optimieren noch durch Algorithmen und Legal Tech abbilden. Dort werden Sie gebraucht. Dort liegt Ihre berufliche Zukunft.

Ihnen fehlt immer noch ein Grund, warum Sie sich zum JurCoach ausbilden lassen sollten? Ich habe VIER:

– „Coachen“ Sie bereits jetzt Ihre Mandanten, um für Ihre juristische Beratung eine klare Aufgabenstellung und Zielsetzung zu erhalten und fehlt Ihnen hierzu aber das fundierte Rüstzeug?

– Wollen Sie mit einer modernen und zukunftsorientierten Zusatzqualifikation Ihr berufliches Portfolio erweitern, als Karrierebooster und Abgrenzung zu Konkurrenten gleichermaßen?

– Möchten Sie Ihre Kommunikationskompetenz auch in schwierigen Situationen erhöhen, beispielsweise bei emotionalen oder politisch sensiblen Themen, Partnermeetings und Personalführung?

– Oder möchten Sie einfach etwas Neues und Spannendes dazulernen, sich persönlich weiterentwickeln und Coaching für sich ausprobieren?

Wenn Sie mindestens eine Frage mit JA beantwortet haben, dann ist „Jurcoach“, die CLP-Ausbildung zum zertifizierten juristischen Coach, genau das Richtige für Sie!

Legal Coaching können und sollten Sie in jedes Mandat gleich welches  Fachgebiet einfließen lassen. Es bedarf nicht wie bei der Mediation einer gesonderten Beauftragung oder Abgrenzung. Die Ausbildung umfasst daher neben dem „kommunikativen Rüstzeug“ auch die Einbindung, Zulassungsvoraussetzungen und Abrechnung innerhalb der Rechtsberatung. Die Ausbildung im Legal Coaching ist auf deutsch oder englisch und international anerkannt.

 

Alle Infos unter http://www.CLP-JurCoach.de. Mehr von CLP finden Sie auf http://www.coachingforlegals.com. Sichern Sie sich jetzt gleich einen der limitierten Ausbildungsplätze!

Anmeldung unter www.CLP-JurCoach.de (Anmeldeschluss!)

JurCoach ist die erste professionelle Coaching-Ausbildung für Anwälte und Juristen nach internationalen Qualitätsstandards und speziell auf den juristischen Alltag zugeschnitten

Legal Coaching: Wenn Sie Ihren Mandanten mehr bieten wollen als austauschbares Fachwissen! Wenn Ihre Persönlichkeit zählen soll!

In diesem Sinne –

Herzlichst,

Ihre Dr. Geertje Tutschka, ACC

PS:

„Tolle Coachingnische.“ „Coaching ist die Branche der Zukunft.“ „Ich habe nie zuvor in meiner Arbeit soviel positive Resonanz erfahren.“ „Spannend und Faszinierend!“ „Jetzt weiß ich, warum ich Anwalt werden wollte.“

 

 

Was kostet gutes Kanzleimarketing heute?

„Das Thema Marketing ist in der Legal-Branche noch immer nicht so recht heimisch geworden. Jahrzehntelang war es Anwälten und Kanzleien gesetzlich untersagt, „Werbung zu machen“. Marketing wurde allenfalls subtil betrieben. Auf den Strategiesitzungen der Kanzleien war es eher nicht zu finden.

Doch: Teurer als unstrategisches Kanzleimarketing ist nur kein Marketing!

Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Anwaltsmarketing ist zwar auch heute noch gewissen Regularien unterworfen. Die rasante Entwicklung der Online-Kommunikation (Social Media) in den letzten Jahren hat jedoch auch das Marketing völlig neu definiert. Anwälte und Kanzleien können heute aus einer Fülle von Möglichkeiten die für sie passenden Marketinginstrumente wählen und nutzen. Viele davon sind sogar kostenfrei oder zu einem kleinen Preis zu haben.

Die Frage ist also: Was ist Ihnen Ihr Kanzleimarketing wert?“

Die Antwort darauf finden Sie im gleichnamigen Artikel von Dr. Tutschka auf www.Kanzleimarketing.de.

Empfehlenswert auch der dortige Folgeartikel: „Kanzleimarketing – nichts für nebenbei“ von Katharina Ebbecke, Marketingbeauftragte bei Wirtschaftskanzlei Melchers

Wie entwickeln Sie nun aber eine gute Marketingstrategie für Ihre Kanzlei?

Ganz einfach. In 5 Schritten:

  1. Analyse der Kanzleisituation, wie Kanzleistrategie, USP, Positionierung, Mandantenstamm, Historie, bereits vorhandene Kommunikation und Marketingmaßnahmen usw.
  2. Entwicklung einer Ideallösung für Ihr Marketing
  3. Entdecken und Nutzen von Ressourcen und Potenzial
  4. Identifizieren von Schranken und Grenzen
  5. Maßnahmeplan für die Umsetzung im Rahmen Ihrer persönlichen, finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten (Realitätscheck und Nachhaltigkeit)

Das alles ist simpel und kann prinzipiell jeder Kanzleiführer selbst. Der eine besser allein, der nächste eher im Team und der dritte am Besten mit einem Marketingexperten.

Fest steht nur eins: Ohne den Kanzleiführer geht es nicht. Dem fehlt es jedoch oft an der  dafür notwendige Zeit und dem Blick von außen.

Was hilft? Jemand zum Reden. Für ehrliches und offenes Feedback, Reflexion, lästige Fragen und Umsetzungsgarantie.

Ein Coach eben.

Am Besten einer, der was von Strategieentwicklung und Ihrem Geschäft versteht. Damit Ihr Marketing nicht die Welt kostet. Und damit es vor allem zu Ihnen passt und Ihnen die richtigen Mandanten bringt.

In diesem Sinne –

Herzlichst,

Ihre Dr. Geertje Tutschka, ACC

PS: Sie suchen einen solchen Coach? Einfach unter office@coachingforlegals.com Ihren Telefontermin anfragen und bis zu 45 min. mit einem Profi sprechen (kostenfrei, unverbindlich und absolut vertraulich).

Übrigens: alle unsere Coaches arbeiten erfolgreich nach diesen 5 Schritten mit unseren Kanzleikunden, sind selbst erfahrene Juristen und ausgebildete Coaches (CLP-Qualitätsgarantie).

Mehr zum Thema Strategie für Ihre Kanzlei und Ihr Marketing in unseren Büchern:

Der Rechtsanwalt als Unternehmer, TeleLex 2016

Kanzleimarketing kompakt, Anwaltsverlag 2016

Kanzleigründung und -management, DeGruyter 2018

Besserwisser, Nörgler und Einzelgänger – 5 Tipps zum Umgang mit schwierigen Menschen (Carmen Schön bei Clavisto)

„Nicht selten hört man, dass gerade auch die Juristen zu den „schwierigen“ Menschen gehören. Das würden wir selbst natürlich weit von uns weisen. Denn wer sonst, außer der Jurist, bringt Themen schnell auf den Punkt, hat eine klare Struktur, eine analytische Denke und vor allem Biss im Leben?
Und doch stellen wir in der Ausbildung oder im Job fest, dass es mit dem einen oder anderen Juristen-Chef oder Juristen-Kollegen (aber auch mit Kollegen einer andere Fachrichtung) nicht ganz so einfach ist. Was tust Du also, wenn Du feststellst, dass Du mit einer Person im beruflichen Umfeld einfach nicht zurechtkommst?“

Die Antwort darauf finden Sie in dem sehr lesenswerten Artikel bei Clavisto:

https://www.clavisto.de/blog/besserwisser-noergler-und-einzelgaenger-5-tipps-zum-umgang-mit-schwierigen-menschen-175361/

Rule #1: Don´t talk about politics in your job! – Wie politisch ist der Beruf des Rechtsanwalts? (Gastbeitrag einer deutschen Rechtsanwältin mit türkischen Wurzeln)

Erfolg im Anwaltsberuf ist kein Zufall. Doch ist es immer nur das Ergebnis harter Arbeit? Oder kommt es auch darauf an, das Richtige zur richtigen Zeit zu tun? Was ist das Geheimnis erfolgreicher Juristen? Worauf sollte man von Anfang an achten? Ergreift man wirklich jede Chance?

In unsere Reihe “Erfolg im Anwaltsberuf ist kein Zufall” stellen wir Ihnen Top-Juristen, deren Kanzleien und ihr ganz persönliches Erfolgsrezept vor:

Heute: Eine deutsche Rechtsanwältin mit türkischen Wurzeln, Partnerin einer mittelständischen norddeutschen Kanzlei, die anonym bleiben möchte:

„Ich bin Rechtsanwältin. Rechtsanwältin, die in Deutschland geboren wurde und türkischer Abstammung ist. Ich bin selbstständig und arbeite seit einigen Jahren mit einem älteren deutschen Kollegen zusammen und zwar sehr gerne.

Aber die Arbeit als deutsche Rechtsanwältin, hier geboren und aufgewachsen und ohne hörbaren Akzent hat sich verändert in der letzten Zeit. Leider.

Aller Anfang ist schwer – für jeden

Als ich begann in diesem Beruf zu arbeiten, landete ich zunächst in einer jungen, mittelständischen Kanzlei. Schnell stellte ich fest, dass weder das Studium noch das Referendariat einen auf die praktische Tätigkeit als Rechtsanwältin vorbereiten. Dabei half es auch nicht, dass das Credo der Geschäftsführer der Kanzlei gewesen ist, junge, günstige, unerfahrene Rechtsanwälte direkt nach dem Examen aufzulesen und ohne Hilfestellung für sich arbeiten zu lassen, frei nach dem Motto: „learning by doing“. Ich hatte das Glück, dass ich Kolleginnen hatte, die sich bereit erklärten, mit viel Geduld all meine Fragen zu beantworten. Dadurch lernte ich auch früh die Tätigkeiten einer Rechtsanwaltsfachangestellten – ich kann mich nicht entsinnen im Studium oder Referendariat gelernt zu haben, wie man ein Anwaltsprogramm bedient, wieviele Kopien man ans Gericht schickt, wie man Rechnungen schreibt oder beispielsweise Mahnbescheide beantragt etc..

Das war eine gute Basis um mich ein Jahr später selbständig zu machen.

Selbstständig in einer Männerdomäne

Ich wusste vom ersten Tag an, dass ich mich in einer absoluten Männerdomäne befinde. Das ist für mich aber noch nie ein Hindernis gewesen, meinen Beruf mit der notwendigen Leidenschaft auszuüben. Jeder Mensch hat seine Vorzüge und dementsprechend auch Stärken, man muss nur wissen wie man sie einsetzt. Ich freue mich, wenn meine Mandanten mir zu verstehen geben, dass sie mich als Person schätzen, weil ich Einfühlungsvermögen habe und ihnen das Gefühl geben kann, dass ich sie als Person ernst nehme. Und ich freue mich vor allem darüber, wenn meine Mandanten nicht thematisieren, dass ich eine Frau bin und dann auch noch mit „Migrationshintergrund“. Denn klar ist auch: Bevor ich Anwältin wurde, musste ich mir zu keinem Zeitpunkt Gedanken darüber machen, dass ich eine Frau und außerdem in zwei Kulturen aufgewachsen bin.

Anfangs war es schwierig, sich daran zu gewöhnen und vor allem damit klarzukommen, dass Mandanten einen Unterschied zwischen Anwälten und Anwältinnen machen. Deutlich wurde mir das vor allem, als ich mit einem älteren, erfahrenen, deutschen Rechtsanwalt eine Sozietät gründete. Im Gegensatz zu meinem Partner musste ich mich doppelt und dreifach behaupten – ständig wurde ich für die Sekretärin meines Partners gehalten. Mandanten überschritten Grenzen, fragten mich wiederholt nach privaten Dingen oder machten mir sogar Heiratsanträge. Immer wieder wollten mich Mandanten zum Essen ausführen oder mit anderen Gefälligkeiten bezahlen.

Das Erstaunliche daran: Mein Partner war und ist schockiert über meine Erlebnisse, da er selbst in all den 40 Jahren seiner Berufstätigkeit als Rechtsanwalt solche Erfahrungen nie machen musste. Keiner habe ihn heiraten oder auch nur zum Essen ausführen wollen. Keiner habe bei ihm die Grenze zum Privaten überschritten und immer das Anwalt-Mandanten-Verhältnis gewahrt. Auch bei Honorarverhandlungen erleben wir regelmäßig, dass die Mandanten mit mir als Frau eher diskutieren als mit meinem Partner.

Deutsch, Türkisch, deutsch-türkisch: Was macht das schon für einen Unterschied

In den ersten Jahren meiner Selbständigkeit wurde mir oft dazu geraten, meine Zweisprachigkeit im beruflichen zu nutzen. Anfangs habe ich mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, meinen Fokus auf Mandanten mit türkischer Abstammung zu legen. Ich wollte keine Klischees erfüllen und als eine der vielen türkischen Rechtsanwältinnen gelten, die „nur“ Teil der türkischen Community ist. Ich wollte unabhängig sein und vor allem unabhängig von meiner türkischen Abstammung wahrgenommen werden.

Aber als junger Anwalt muss man sich doch ab einem gewissen Punkt die Frage stellen: sollte man nicht all seine Fähigkeiten dazu nutzen, Geld zu verdienen? Das führte dazu, dass ich anfing vermehrt auch Mandanten türkischer Abstammung zu betreuen.

Ich sehe es als Vorteil, Teil einer anderen Kultur zu sein und das auch über mein Verständnis im Umgang mit Mandanten aus dem gleichen Kulturkreis zeigen zu können. So ist es für mich beispielsweise selbstverständlich, dass ich ältere türkische Mandanten mit dem nötigen Respekt anspreche und ihnen das Gefühl gebe – wie es in der türkischen Kultur eben Brauch ist – dass sie das Sagen haben. Auch weiß ich, wem ich die Hand reichen kann und wem nicht. Wenn jemand mit Kopftuch vor mir sitzt, ist mir das egal. Von Kollegen weiß ich aber, dass sie sich dadurch häufig gestört fühlen und den Mandanten bzw. die Mandantin, nicht richtig ernst nehmen können.

Es hat sich vieles geändert – nicht zum Guten

Der Unterschied im Umgang von deutschen oder ausländischen Mandanten war dabei für mich immer schon spürbar. Trotzdem habe ich – ganz selbstverständlich! – meine Kanzlei bisher nicht als Ort für politische Statements angesehen.

Allerdings muss ich nun seit über einem Jahr feststellen, dass ich das erste Mal in meinem Leben von der gegenwärtigen Politik betroffen bin, als Person und ganz unmittelbar in meiner Arbeit. Noch nie zuvor habe ich dies am eigenen Leib so zu spüren bekommen, wie in den vergangenen Monaten. Während ich mich früher versuchte von der türkischen Gesellschaft abzugrenzen oder mich zumindest neutral zu halten, werde ich seit der Flüchtlingskrise immer mehr dazu genötigt, Stellung zu beziehen. Und ich musste mehrfach die Erfahrung machen, dass neue deutsche Mandanten eine Vertretung durch mich ausdrücklich ablehnen und das allein vor dem Hintergrund, dass ich einen ausländischen Namen habe und ausländisch aussehe.

Als ich das erste Mal einen Mandanten vor mir sitzen hatte, der mich entgeistert anguckte und fragte, wie ausgerechnet ich es geschafft habe in Deutschland Anwältin zu werden und es wagen wolle sein Mandat zu betreuen, war ich im ersten Moment sprachlos. Aus meinen Erfahrungen heraus, dass manche Mandanten lieber von meinem männlichen Kollegen betreut werden wollen, weil er ein Mann ist, hätte ich gedacht, ich bin diese direkte Ablehnung mittlerweile gewohnt. Aber so war es nicht. Es kam für mich überraschend und tat weh. Ich tat verständnisvoll und verwies den Mandanten an meinen Kollegen, der das Mandat auch gerne übernahm. Innerlich war ich jedoch entsetzt, weil ich feststellen musste, dass sich jetzt noch eine weitere Hürde auftat: zusätzlich zur Hürde „weiblich jung“ kommt nun die Hürde: ausländisch klingender Name.

Mit Änderungen umgehen lernen

Die Folge von all dem ist an der Statistik meiner Mandate relativ leicht abzulesen: Während ich zuvor ca. 70 % deutsche Mandanten und 30 % ausländische Mandanten betreut habe, hat sich das Verhältnis nun deutlich in gegensätzlicher Richtung entwickelt. Ein Zufall? Man mag kaum daran glauben…

Dabei darf man nicht vergessen: ich bin türkischer Abstammung. Der politische Konflikt in der Türkei ist für türkischstämmige Deutsche – politisch korrekt ausgedrückt! – hier in Deutschland deutlich spürbar. Ich muss mich neben dem Problem als Frau mit ausländischen Wurzeln auch dem Problem stellen, dass gerade die türkische Gesellschaft in Deutschland derzeit oft Position zu innerpolitischen Themen in der Türkei bezieht, in die eine und die andere Richtung. Das führt dazu, dass ich wie auf heißen Kohlen laufe, wenn ich nicht einschätzen kann, ob ein neuer Mandant ein Problem mit mir als Frau, als Frau mit Migrationshintergrund oder als Frau mit türkischem Background ohne politische Äußerungen hat. Meinen Beruf auszuüben wird in letzter Zeit so mehr und mehr zu einem „Eiertanz“ im schlechtesten Sinne.

Hätte mir vor sieben Jahren jemand gesagt, dass das auf mich zukommt, was gerade passiert, so muss ich ehrlich gestehen: ich hätte wohl ein „anonymes“ Angestelltenverhältnis bevorzugt…

Was tun? Kneifen gilt nicht!

Seit der Flüchtlingskrise geht es stetig bergab. Die Mandanten bleiben weg. Die Geschäfte laufen schlechter denn je und als einzige Erklärung kommt nur der ausländische Name im Betracht. Wir finden keinen anderen Anhaltspunkt als Erklärung, gerade vor dem Hintergrund, dass wir aus Gesichtspunkten des Marketings gut aufgestellt sind und einen festen Mandantenstamm haben.

Man hört aus dem Bekanntenkreis, dass Reaktionen auf Berichte über meine Geschichte die Frage auslösen: „Würdest Du etwa zu einem türkischen Anwalt gehen?“ – Es ist nicht nur meine subjektive Wahrnehmung und eine billige Entschuldigung dafür, dass es nicht besser läuft als es tut. Und glauben Sie mir, es wird einem mulmig, wenn einem als selbständiger Anwalt die Mandanten wegbleiben.

Ein Grund zum Aufgeben? Nein! Wenn ich etwas begonnen habe, dann ziehe ich das durch – wider alle Hindernisse. Ich bin in diesem Land geboren und aufgewachsen. Ich spreche besser Deutsch als Türkisch und nicht selten besser Deutsch als so manch Deutscher – sagt man mir.

Ich bin aufgewachsen in zwei Kulturen und lebe diese auch entsprechend.

Ich habe Mandanten, die mir genau aus diesem Grunde treu zur Seite stehen und Mut machen, dass es noch mehr von ihnen gibt.“

Wieviel politisches Tagesgeschehen verträgt unser Beruf? Würden Sie zu einem türkischen Anwalt gehen? Zu einer türkischen Anwältin?

Wie politisch ist der Beruf des Rechtsanwalts?

Ich freu mich auf Ihre Meinung und Ihre Kommentare!

 

In diesem Sinne –

Herzlichst,

Ihre Dr. Geertje Tutschka, ACC

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Die 7 Rollen des Coach

MacCoach

Die 7 Rollen des Coach

Ein Coach muss in der Lage sein, den Coachingprozess zu führen. Er ist ein Multitalent, der blitzschnell unterschiedliche Rollen annehmen kann. Abhängig von der Situation und vom Prozessschritt ist er väterlicher Freund, Resonanzkörper, Gegenspieler, Spiegel, Assistent, Kumpel, positiver Verstärker, “des Teufels Advokat”, Ratgeber, Katalysator, Projektmanager, Visionär, Stichwortgeber, Seelsorger, Begleiter, Bergführer oder Lehrer und Trainer. Wir sehen also, dass eine Einschränkung auf nur 7 Rollen nicht zielführend zu sein scheint.  

Babak Kaweh hat in seinem COACHING HANDBUCH* die 7 Rollen des Coachs wie folgt zusammengefasst:

7 Rollen eines Coach

  • Regieassistent
  • Ratgeber
  • Mitspieler
  • Resonanzkörper
  • Transformator
  • Reflektor
  • Provokateur

Die Rolle des Regieassistenten ist aus meiner Sicht die herausragende Rolle. Nach dem Erstkontakt wird sozusagen geklärt, ob der FILM ein gutes Drehbuch hat und wie er am besten umzusetzen ist. Zielklärung und Meilensteine in Form von Kapiteln werden abgestimmt. Die Bühnenbilder werden gemalt und die weiteren Figuren benannt…

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Coaching|Kontrollverlust

MacCoach

Coaching|Kontrollverlust

Es gibt viele Gründe einen Coach aufzusuchen. Ängste, die man unter keinen Umständen öffentlich machen möchte, sind ein sehr wichtiger Grund. Beruflich erfolgreiche Menschen haben verinnerlicht, dass Kontrollverlust starke Ängste und hohes Unbehagen auslösen können. Coaching ist Kontrollverlust pur. Genau das ist ein Grund, der viele daran hindert, sich auf Coaching einzulassen. Manchmal ist es aber sehr hilfreich, Kontrollverlust zu akzeptieren und sich aktiv darauf einzulassen. Dazu gehört vor allem Selbstbewusstsein und Mut.

Wenn Sie das intensive und unangenehme Gefühl von Kontrollverlust erleben und nichts dagegen tun, kann das in depressive Zustände führen und am Ende zu ernsthafter psychischer Erkrankung führen. Das ist ein guter Grund sich mit Kontrollverlust und dem Umgang damit zu beschäftigen. Es handelt sich um ein zentrales Coachingthema.

Eine Vielzahl psychologischer Studien belegt, dass es vielen Menschen besser geht, wenn sie das Gefühl haben ihr Leben unter Kontrolle zu haben.

Sie sind in der Regel…

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