Teambuilding: Das Event muss zur Teamkultur passen

Das Magazin „Unternehmensjurist“ des BUJ hat sich in der aktuellen Ausgabe dem Thema Teambuilding für Rechtsabteilungen angenommen. Und uns von CLP gebeten, über unsere Erfahrung mit juristischen Teams zu berichten.

Seit 2016 bieten wir speziell auf Rechtsabteilungen und (gemischt)juristische Teams zugeschnittene Teamevents und – inzentives an – neben regulären Seminaren und Workshops. Immer in Kooperation mit unseren professionellen Partnern für den Event- und Outdoorbereich.

Die Teams können aus unserem Baukastensystem das für sie passende auswählen oder kommen mit einer bestimmten Problemstellung bzw. einem Thema – wie beispielsweise das Team, welches aufgrund guter Auftragslage in kurzer Zeit enorm angewachsen war, ohne parallel ausreichend in die Teamkultur und Beziehungen investieren zu können. Auch Generationenkonflikte oder Überregionalität weitversprengter Teams können Themen sein.

Ganz aktuell erleben wir gerade, wie „Legal Tech“ die juristischen Teams fordert. Oft wird bei der Investition in die technische Zukunft der Kanzlei oder der Rechtsabteilung übersehen, dass es in erster Linie um die Mitarbeiter, die Menschen in den Teams geht, die hier vor enormen Herausforderungen, Veränderungen und Unsicherheiten stehen und damit allein gelassen werden. Ohne die Teams hier abzuholen und mitzunehmen, ist jede Investition in Legal Technik zum Scheitern verurteilt.

Ich freu mich jedenfalls, dass das Magazin Unternehmensjurist Teambuilding sowohl von Kundenseite (hier das Team der General Deutschland AG) als auch aus Sicht eines Experten und Serviceproviders wie CLP (Coaching, Training, Mentoring for legal Professionals) beleuchtet hat.

Und nebenbei gesagt: Ich persönlich liebe unsere Teamevents und es hat Spaß gemacht, davon zu berichten 🙂

Mehr zu unseren Teamevents und -incentives auf www.CLP-JurBiz.de

CLP – Weil wir gute Juristen lieben.

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Vom Weltbild der Juristenausbildung

Antiquiert und voller Klischees: Das Jura-Studium

Es vermittelt ein Frauenbild von vorgestern wie gleich zwei neue Studien in Hamburg und Bayern belegen  –

wie der „Mythos der Objektivität und Neutralität“, der das Recht umgibt, sich fatal und besorgniserregend auf das Realitätsbewußtsein künftiger Juristen  auswirkt lesen Sie hier im Beitrag von Christoph Fuchs in der Süddeutschen vom 07.12.2017:

http://www.sueddeutsche.de/bildung/studie-gattin-sekretaerin-geliebte-1.3775131

 

 

Gefragt: Coachingexperten

Danke für die Einladung als Experte für Coaching –
in die Expertenrunde mit den Studierenden und Absolventen des Universitätslehrganges Supervision, Coaching und Mediation durch die Universität Salzburg.
Ein Vormittag voller interessanter Fragen an die Expertenrunde, verschiedener Blickwinkel auf die Coachingbranche und kluger Statements und Empfehlungen – ein starker Mehrwert für alle Beteiligten.

Übrigens: der nächste Universitätslehrgang zum MSc. startet 2019!

Infos unter:

https://www.uni-salzburg.at/index.php?id=133&MP=94-61019

Vielleicht auch interessant: Ausbildung zum Konfliktcoach und Krisenmanager für Juristen: Infos unter www.CLP-JurCoach.de

 

Legal Coaching

Sie suchen noch die passende Investition für Ihren Jahresabschluss 2017?
Investieren Sie in sich selbst! Jetzt anmelden und 2018 durchstarten.

Professionell in Krisen- und Konfliktsituationen – Jetzt JurCoach werden!

Kennen Sie das? Sie haben für Ihren Mandanten das optimale Ergebnis erzielt und doch ist dieser tief enttäuscht. Sie versuchen Ihrer Assistenz/Ihrem Kollegen/Ihrem Chef täglich deutlich zu machen, was Ihnen besonders wichtig ist, und diese scheinen es beharrlich zu ignorieren. Sie hatten als Berufsanfänger ein bestimmtes Bild von Ihrer Karriere/Ihrer Kanzlei im Kopf und sind heute Lichtjahre davon entfernt. Obwohl Sie Ihr Auskommen haben und alle Vernunft dagegen spricht, läßt sich der Gedanke, noch mal was Neues zu probieren und Ihr Potenzial auf den Prüfstand zu stellen, nicht ganz unterdrücken.

Seit 2016 bietet CLP (Coaching/trainging/mentoring for Legal Professionals) mit Jurcoach erstmals eine spezielle Coachingausbildung nur für Anwälte, Juristen und Studierende für Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Mit dieser Grundausbildung haben Sie die Befähigung, unmittelbar als Coach (weltweit) zu arbeiten oder aber hocheffiziente Coachingtechniken als sog. Legal Coaching in Ihren beruflichen Alltag als Anwalt oder Jurist zu integireren – Ihr entscheidender Vorsprung gegenüber Konkurrenten bei der Mandantsgewinnung.

Legal Coaching ist als spezielle professionelle Kommunikationsmethode mit der Mediation vergleichbar; bietet dieser gegenüber jedoch den Vorteil, dass Legal Coaching einfach, punktuell und auf Abruf im Rahmen der regulären Rechtsberatung in jedes Mandat jedweden Rechtsgebietes integrierbar ist.

Sie erlernen von hochqualifizierten Juristen, die eine zeritfizierte Coachausbildung besitzen, wo und wie sie Coaching integrieren können und welche Vorteile es bietet. Die Ausbildung ist einmalig auf dem deutschsprachigen Markt, insbesondere für Juristen aus D-A-CH konzipiert und entspricht den internationeln Qualitätsstandards der Internationalen Coach Federation (ICF), insbesondere deren Ethikstandards und Kernkompetenzen.

Als “JurCoach” können Sie

– in Ihre juristische Tätigkeit wirksame Elemente aus Psychologie und Coaching (Legal Coaching) integrieren

– als interner Coach in Ihrer Kanzlei bei Personalfragen agieren

– als professioneller Business-Coach international arbeiten

Vier gute Gründe, professionell „Legal Coaching“ zu nutzen, finden Sie auf JurCoach.de

https://jurcoach.wordpress.com/2017/05/15/legal-coaching/


Die Ausbildung umfasst 60 Zeitstunden, welche sich über insgesamt 3 Monate (Februar-April bzw. Oktober-Dezember) erstrecken und aus wöchentlichen online-Trainings sowie einer Präsenzwoche in Berlin oder Salzburg zusammensetzen:

Berlin: 08.09.-16.09.2018

Salzburg: 27.10.-04.11.2018

Damit Sie sehr gut berufsbegleitend absolvierbar ist, haben wir extra diese Woche im März/November mit Feiertagen in einer meist weniger intensiven Bürozeit außerhalb der Ferien gewählt. Es sind keine Vorkenntnisse in Coaching oder vergleichbaren Ausbildungen wie Mediation notwendig. Vielmehr kann und soll diese Ausbildung gerade für die juristischen und verwandten Berufsgruppe einen Einstieg in das spezielle Gebiet der professionellen Kommunikation, des Changemanagement, Leadership und Performance bieten, auf die ggf. weiterführende Ausbildungen aufgesetzt werden können. Wir empfehlen sogar unseren Kunden, JurCoach als Einstiegsausbildung zu wählen, da wesentliche Bestandteile der Ausbildung insbesondere der persönlichen Weiterentwicklung dienen und einen professionellen Reifeprozess initiiert.

Die Ausbildung wird mit Prüfung und Zertifikat abgeschlossen. Sie ist bei CLP jederzeit lebenslang kostenfrei wiederholbar. An die erfolgreiche Absolvierung der Ausbildung schließen sich auf Wunsch Spezialisierungs- und Aufbaukurse sowie Übungsgruppen an. Das Curriculum inklusive Ausbildungsplan entnehmen Sie bitte unserer Broschüre oder auf CLP-JurCoach.de.

Unsere Teilnahmebedingungen finden Sie auf unserer Webseite www.CLP-JurCoach.de/Ausbildung. Der Ausbildungsvertrag kommmt mit dem Ticket-Kauf bzw. Zahlung der Ausbildungsinvestition zustande. Mit dem Kauf erkennen Sie die Teilnahmebedingungen an und diese werden Vertragsbestandteil. Wir möchten Sie daher bitten, sich die Teilnahmebedingungen vor dem Ticketkauf sorgfältig durchzulesen. Außerdem bitten wir, uns die unterschriebene Anmeldebescheinigung per mail (office@coachingforlegals.com) zu kommen zu lassen, um Ihnen weitere Details zur unmittlebaren Ausbildungsvorbereitung zukommen lassen zu können.

 

Mehr über Legal Coaching

können Sie hier lesen.

Coachingtag CT 2017 mit MyQ – das braucht die Weiterbildung und Personalentwicklung von morgen

JurBlog

 

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Zwei spannende Tage erlebten die Besucher des Fach- und Weiterbildungskongresses „Coachingtag“ zusammen mit der MyQ-Messe in München. Anlässlich des 10jährigen Jubiläums des Coachingtags der International Coach Federation wurde zum ersten Mal das neue Konzept zu den Themen “ZukunftWeiterbildung” und “QualitätsCoaching” umgesetzt.

Am Freitag fanden im Rahmen des b2b -Tages Vorträge und Diskussionen zu den Themen “CoachingBusiness”, “CoachTech”, “Coaching in Unternehmen” und “Coaching in Politik und Gesellschaft” statt.

 

 

Am Samstag erwartete die Besucher beim b2c-Tag das BarCamp – ein innovatives Campusformat, bei dem die Coaches und Trainer mit Live-Demos zu Workshops und Modellen pitchen, um vom Publikum bewertet zu werden.

Die MyQ-Night am Freitag-Abend war der perfekte Ausklang mit der Gelegenheit zu Netzwerken, zum Austausch und zu vertiefenden Gesprächen. Der Coachingtag 2018 wird am 16./17.11.2018 ebenfalls wieder im MTC in München stattfinden (www.coachingtag.com).

_MG_0231_1Fakten und Zahlen:

– 65 Aussteller auf der MyQ Weiterbildungsmesse

– 2 x 3…

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Die Kraft der Dankbarkeit

JurBlog

MIT ZWEI SIMPLEN SCHRITTEN ZU MEHR ERFOLG

Thanksgiving, der höchste Feiertag in den USA, ist heute und wird noch bis Sonntag gefeiert. Spätestens seit gestern, Mittwoch, Mittag werden die Büros und Schulen abgeschossen. Alle sind auf dem Weg nach Hause. Denn Thanksgiving und das gesamte lange Wochenende ist Familie und Freunden gewidmet.

Thanksgiving ist nicht zu verwechseln mit dem christlichen Erntedankfest. Thanksgiving ist eine Danksagung an die Menschen, die mit uns leben und lachen, an das Leben an sich. – nicht an an eine höhere Macht oder aus religiösem Bedürfnis.

Ist das nicht ein wunderbarer Gedanke? Das höchste Fest im Jahr sich selbst und seinen Lieben zu widmen. Freundschaft und Familie für vier Tage uneingeschränkt in den Mittelpunkt zu stellen?

Wann haben Sie sich das letzte Mal bedankt? Wann waren Sie zum letzten Mal dankbar? Und haben es auch tatsächlich gezeigt:

Ihrer Familie, Ihren Kindern, Ihrem Partner, Ihren Eltern? Ihrem…

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Coachingtag CT 2017 mit MyQ – das braucht die Weiterbildung und Personalentwicklung von morgen

 

_MG_0052

Zwei spannende Tage erlebten die Besucher des Fach- und Weiterbildungskongresses „Coachingtag“ zusammen mit der MyQ-Messe in München. Anlässlich des 10jährigen Jubiläums des Coachingtags der International Coach Federation wurde zum ersten Mal das neue Konzept zu den Themen “ZukunftWeiterbildung” und “QualitätsCoaching” umgesetzt.

Am Freitag fanden im Rahmen des b2b -Tages Vorträge und Diskussionen zu den Themen “CoachingBusiness”, “CoachTech”, “Coaching in Unternehmen” und “Coaching in Politik und Gesellschaft” statt.

 

 

Am Samstag erwartete die Besucher beim b2c-Tag das BarCamp – ein innovatives Campusformat, bei dem die Coaches und Trainer mit Live-Demos zu Workshops und Modellen pitchen, um vom Publikum bewertet zu werden.

Die MyQ-Night am Freitag-Abend war der perfekte Ausklang mit der Gelegenheit zu Netzwerken, zum Austausch und zu vertiefenden Gesprächen. Der Coachingtag 2018 wird am 16./17.11.2018 ebenfalls wieder im MTC in München stattfinden (www.coachingtag.com).

_MG_0231_1Fakten und Zahlen:

– 65 Aussteller auf der MyQ Weiterbildungsmesse

– 2 x 3 parallele Vortragsprogramme an zwei Tagen, davon eines am Freitag komplett in englisch mit professionellen Speakern aus 5 Ländern

– 60 Vortragende insgesamt

– 3 Podiumsdiskussionen („Coaching in verschiedenen Kulturen” (englisch), “Coachingkulturen in Unternehmen” sowie “Sinn und Unsinn einer gesetzlichen Regulierung von Coaching und der Profession Coach im europäischen Kontext”)

– Vorstellung von drei wissenschaftlichen Studien zum Thema (eCoaching-Studie der Uni Salzburg zu Europa, Middendorf-Studie zur Lage in Deutschland, Consumer Awareness Study ICF international, englisch)

– wichtige Partner, Referenten etc.:

RTC mit Vertretern der wichtigsten Berufsverbände für Coaches, ICF mit Prism Award und ICF Foundation, ICF DACH, Universität Salzburg, SPD, IHK Akademie München, CoachingMagazin, SAP, CocaCola, Airbus, Coachimo, CAI und BetterCoach, diverse weitere Hochschulen und Institute, Münchner Merkur, Cosmopolitan mit Podiumsdiskussion, Martin Limbeck, Human Resources Manager, Gabal,…

Mehr Infos hier:

https://prezi.com/p/8cg75vzyron3/

und unter http://www.coachingtag.com.

Sie sind bereits am CT 2018 als Aussteller, Teilnehmer, Referent interessiert?

Ich freu mich auf Ihre Nachricht an info@coachfederation.de

Ihre Dr. Geertje Tutschka, ACC

President ICF Germany

Legal Revolution (Gastbeitrag von Dr. Jochen Brandhoff, Veranstalter LEGAL ®EVOLUTION – The European Legal Tech Expo & Congress)

Wer als Rechtsanwalt auf die Nutzung neuer digitaler Techniken verzichtet, arbeitet ineffizient und ist irgendwann nicht mehr wettbewerbsfähig. 
Wenn mir ein Rechtsanwalt sagt, er interessiere sich nicht für die Nutzung neuer digitaler Techniken wie Vertragsautomatisierung, Wissensmanagement und E-Discovery, dann frage ich ihn: was machst du persönlich, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben?
Die Rechtsberatungsbranche hat es im Unterschied zu vergleichbaren Branchen geschafft in den letzten 50 Jahren ohne wesentliche Änderungen auszukommen, daher steckt die Digitalisierung des Rechtsmarkts noch in den Kinderschuhen. Die Einwände rühren also aus dem bekannten Argument „das haben wir schon immer so gemacht“.
Die entscheidende Frage lautet jedoch: „Quo vadis Advocatus?“
– In welche Richtung entwickelt sich der klassische Beruf des Rechtsanwalts und die Rechtsanwendung im Zuge der Digitalisierung?
Bereits heute nehmen Computeralgorithmen die Prüfung von Ansprüchen und Bescheiden, etwa die Prüfung bestimmter Ansprüche von Fluggästen oder die Prüfung eines Hartz IV-Bescheids vor, wenden das Recht also an. Zu erwarten ist eine extensive Ausdehnung algorithmusbasierter Rechtsanwendung in der Zukunft.
Die Digitalisierung des Rechts hat sich rasant beschleunigt und wird die Ordnung und die Strukturen des Rechtsmarkts grundlegend verändern. Verstärkt wird dieser Umstand durch die Neigung des europäischen Gesetzgebers und der Rechtsprechung, Berufsausübungsschranken abzubauen. Begünstigt durch Investitionen in rechtliche Innovation werden in den kommenden Jahren und Jahrzehnten völlig neue Marktteilnehmer in den Rechtsmarkt eintreten.
Dies ist für die Anwaltschaft als große Chance zu verstehen, da Rechtsanwälte es durch die Ausnutzung des Potentials neuerer und effizienterer digitaler Technik noch immer selbst in der Hand haben, auch auf dem Rechtsmarkt der Zukunft eine wichtige Rolle zu spielen.
Juristen und andere Spezialisten auf dem Rechtsmarkt werden auf diese Entwicklungen nur angemessene Antworten finden, wenn sie jetzt anfangen, ein besseres Verständnis für die digitalen Techniken zu entwickeln.
Genau dies war die Motivation, eine jährliche Kongressmesse über Legal Innovation und Legal Technology zu veranstalten.
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Die LEGAL ®EVOLUTION bringt zwischen dem 23. und 24. Oktober Legal Tech Firmen, Anwaltskanzleien, Rechtsabteilungen, Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger auf einer Legal Tech Messe zusammen.
50 ausgewählte Aussteller aus der Legal Tech-Branche zeigen den Messebesuchern, was heute schon anhand von Legal Tech möglich ist und wie sie durch die Nutzung von Legal Technology Prozesse optimieren können.
Die Legal Tech Messe ist gleichzeitig auch ein akademischer Kongress, auf dem 50 renommierte Professoren, Politiker, Firmengründer und Geschäftsführer als Gastredner auftreten und Rechtsanwendern zeigen, wie sie durch Legal Tech die bereits begonnene Digitalisierung der Rechtsberatung für sich nutzen können, um effizienter und kostenoptimierter zu arbeiten.
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Ich möchte Sie herzlich einladen,
an der LEGAL ®EVOLUTION 2017
am 23. und 24. Oktober in Frankfurt
teilzunehmen.
Mehr Infos finden Sie unter www.LegalTechExpo.de
Ihr Jochen Brandhoff
Legal Revolution – unterstützt von CLP.
Seien Sie dabei, wenn etwas Neues beginnt!

Female Leadership im Legal Sector

„Wer, wenn nicht wir…“, so RA Schellenberg, der Präsident des Berufsverbandes der deutschen Anwaltschaft DAV, auf der Mitgliederversammlung und Vorstandswahl in Essen im Mai 2017.

„Wer, wenn nicht wir, setzen uns für Recht und Gerechtigkeit ein –  jeden Tag.“ Zustimmendes Nicken im Berufsverband DAV.

Die deutsche Anwaltschaft ist in der Zukunft angekommen. 

Nein, hier geht es nicht um Legal Tech. Es geht um das Genderthema im Berufsstand – das viel zitierte „Anwältinnenproblem“ (siehe dazu auch meinen Beitrag „Justitia wir haben ein Problem…“). Denn die DAV-Zukunftstudie hatte vor Jahren getitelt “Die Zukunft der Anwaltschaft ist weiblich”:

Mit knapp 45 % Anwältinnen und über 55 % Jurastudentinnen hat sich diese Prognose für den Berufsstand offensichtlich bewahrheitet. Der Trend ist eindeutig und unumkehrbar. Doch tatsächlich hatte man von dieser Zukunftsstudie der Prognos AG wohl lediglich die Überschrift gelesen „Die Zukunft der Anwaltschaft ist weiblich“. Gemeint war jedoch mehr als ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in der Legal Branche.

Wer die Zukunftsstudie gelesen hatte, den erwartete eine Überraschung: ging es doch darum, dass sich nicht die Branche, sondern der Markt verändern wird: dass nämlich der Markt der juristischen Rechtsberatung (bzw. der juristischen Dienstleistung im allgemeinen) zukünftig von den Anwälten mehr von den Qualitäten einfordern würde, die gemeinhin als „typisch weiblich“ eingestuft werden. Ein schallende Ohrfeige und eine rote Warnlampe für die deutsche Rechtsbranche, die sowohl im Branchenvergleich innerhalb Deutschlands als auch im internationalen Vergleich der Legal Branche traditionell Geld, Macht und Entscheidungen in die Hände weißer Männer jenseits der fünfzig legt.

Das „Anwaltsblatt“ des Berufsverbandes DAV greift dieses bereits auf der Jahrestagung des Berliner Institut für Anwaltsrecht (11/2016) diskutierte Anwaltsmarktthema in seiner aktuellen Ausgabe 05/2017 zum Deutschen Anwaltstag auf (siehe beispielsweise den Beitrag von Prof. em. Dr. Koch, HumboldtUni Berlin, der gleich mehrfach Bezug auf unsere Beiträge und Workshops zu diesem Thema aus 2013 und 2014 nimmt).

Dem ausgewogenen Genderverhältnis stehen das GenderPayGap von knapp 30% (GELD), der weibliche Partneranteil in Kanzleien von nur 10 % (MACHT) und die minimale weibliche Postenquote bei Berufsverbänden und Kammern (ENTSCHEIDUNGEN) gegenüber.

Gerade “feierte” der DAV die Erhöhung der Referentinnenquote in den Verbandsveranstaltungen in den letzten 5 Jahren auf 31 % – trotz Referentinnenpool. Präsidentinnen gab es in den Vertretungen noch nie. Ebenso wie weibliche Preisträgerinnen bei den jährlich 5 zu vergebenden DAV-Preisen.

Immerhin weißt die Kandidatenliste 2017 für den Vorstand ein ausgewogenes Verhältnis auf – wenn auch nicht der Vorstand dann schlussendlich selbst.

Vom Einsatz weiblicher Stärken und Qualitäten ist der Berufsstand weit entfernt. Und das vorhandene Potenzial wird gezielt unterdrückt.

Ist das bloß das gesellschaftliche Abbild in unserem Berufsstand? Oder waren Anwältinnen schlicht nicht qualifiziert genug? – wie Schellenberg sowohl im Beitrag des Anwaltsblattes als auch auf dem Anwältinnenkongress auf dem DAT 2017 in Essen meint?

Zwar zitiert er das Beispiel der ersten deutschen Bundes-Liga-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus und ihren steinigen Weg in dieser Männerdomäne – hält es jedoch zwei Sätze weiter eher für Zufall, dass auch 2017 auf der Eröffnungsveranstaltung des DAT Frauen und Anwältinnen nur als Blumenmädchen für die ausschließlich männlichen Referenten, Preisträger und Keynotespeaker (Juristen, Politiker und andere) aufs Podium kommen.

„Es war“-  so Schellenberg im Frühstücksempfang der Anwältinnen auf dem DAT – „ihm gar nicht aufgefallen…“.

Ist die deutsche Rechtsbranche und allen voran der Deutsche Anwaltsverein also noch gestriger als die Männerdomäne Fußball?

Cool wäre gewesen, Bibiana Steinhaus nicht nur gegenüber den Anwältinnen zu zitieren, um sich dort „gut Wetter“ zu erkaufen, sondern sie auf die Bühne als Referentin zu stellen. So kann denn auch der kulturelle Schlusspunkt des DAT 2017 mit „Rigoletto“ in der Essener Oper nicht als Zufallswahl interpretiert werden: eine Inszenierung, die Frauen als gruselige Zombie-Huren oder unschuldig-einfältige Opfer männlicher Lust in einer Männerwelt darstellt (Stichwort: Ist das Kunst oder kann das weg). Kolleginnen wie Kollegen hat dieser Abend verstört.

Wie glaubwürdig ist ein Berufsstand, der für den „Kampf um Gerechtigkeit“ wie kein anderer stehen will – und selbst bei der Entlohnungsungerechtigkeit ganz vorn dabei ist?

Wie glaubwürdig ist ein Berufsstand, der für Diversity eintritt und Zukunft gestalten will und doch alle Macht ewig-gestrig mit klassisch-konservativ besetzt?

Es ist wie mit dem vielzitierten „Pink Elephant in the room“:

Indem diese Themen zu Gender Themen, zu Themen des Generation Shift gemacht werden, entledigt man sich der Verantwortung. Die Quittung kommt prompt:

Der Berufsverband hat im letzten Jahr von 163.000 Mitgliedern 10.000 verloren. Kein Gender Problem.

Kanzleien finden keinen Nachwuchs. Verzweifelt kämpfen Sie um Generation Y ( Millennials und Digital Natives), die sich einfach nicht in die klaren Strukturen einer Aufstiegsleiter vom Associate zum Partner mit maximalem Zeitaufwand eingliedern wollen (hierzu der Artikel „Fix the firm…“ von Hartung und Ziercke im Anwaltsblatt). Auch das kein Gender Thema.

„Wer, wenn nicht wir, setzen uns für Recht und Gerechtigkeit ein –  jeden Tag.“

Ein Berufsstand, der für Recht und Gerechtigkeit eintritt und damit sein täglich Brot verdient, sollte sich schämen, dass Schlusslicht bei „gleiches Recht für alle“ zu sein.

Veränderung ist nicht einfach. Und definitiv jenseits der Komfortzone. Doch es ist unsere Pflicht, wenn wir als Juristen professionell sein wollen.

Das Gender Pay Gap ist kein Problem der Anwältinnen: Es ist ein Problem der Legal Branche. The Pink Elephant in the room.

„Female Leadership im Legal Sector“, erschien soeben in der Zeitschrift des Deutschen Juristinnenbundes djbZ 03/2017

Mehr zum Thema Female Leadership im Oktober:

  • 12.10.2017 herCareer im MTC München um 9.45 Uhr
  • 13.10.2017 herCareer im MTC München um 12.15 Uhr
  • 21.10.2017 PANDA Law: the women Leadership contest für Juristinnen, Frankfurt

Passend dazu die AnwältinnenKonferenz am 12.10.2017 in Berlin „Mitten ins Herz“.

Wir sehen uns!